Ehemals der Kopf der Hamminkelner Punk Rocker Schließmuskel haut Zwakkelmann alias Schlaffke Wolff mit „Vollhorst – Singspiel in 20 Liedern“ bereits sein drittes Soloalbum auf den Markt. Und auch nach mehreren Durchläufen vorgenannten Werkes, dass sich selbst als gigantische Rockoper versteht, hinterlässt mich diese Platte mit gemischten Gefühlen.
Musikalisch ist das Gebotene, das sich stilistisch in der deutschsprachigen Pop-Punk Ecke positioniert, wirklich gar nicht mal so übel. Die Mucke rockt ganz anständig und hat auf Grund ihrer Eingängigkeit reichlich Ohrwurmpotential, bis hierhin also durchaus Party tauglich die Nummer. Und auch von der Gestaltung des Gesamtwerkes her, lässt sich über dieses Album murren, denn mit viel Liebe zum Detail und einer ganzen Reihe netter Illustrationen wurde hier die gesamte Story auch im Booklet für den Hörer nachvollziehbar dargestellt. Textlich halte ich die Platte dann allerdings nicht unbedingt für durchweg gelungen. Zwar lässt mich der ein oder andere Song – wie beispielsweise „Singstar“ – auch mal schmunzeln, und Titel wie z.B. der Opener „Ich weiß nicht mehr“ überzeugen durch eine gewisse Tiefe. Dagegen stehen dann aber leider auch ab und an mächtig platte Nummern, wie unter anderem „Augenfick“, für das ich mich nicht einmal in den tiefsten und schwersten Phasen meiner Pubertät ansatzweise ein Grinsen übrig gehabt hätte.
Fazit: Das „Vollhorst“ – Konzept ist alles in allem nicht schlecht und die Musik macht irgendwo beim Hören schon Laune, aber neben einigen Höhen bietet Zwakkelmann auf Album Nummero Drei für meinen Geschmack ein paar wirkliche Tiefen. Antesten kann aber auf jeden Fall nicht schaden, wenn man Pop Punk mit Hörspielcharakter mag.
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