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Vito: Monument
(Flowershop Rec./Alive)


Autor: schlimm / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Das neue Album der Waliser Band Vito wurde von vielen förmlich herbeigesehnt. Dies schürt natürlich so einige Erwartungshaltungen und die kann „Monument“ vermutlich gar nicht erst erfüllen oder gar bedienen. Drei lange Jahre wurde an dem Album immer wieder rumgewerkelt. Gut, die einzelnen Bandmitglieder – sofern man hier überhaupt von einem festen Stamm sprechen kann – haben sich in der Zwischenzeit auch noch mit anderen Projekten vergnügt.

„Monument“ ist ein ordentlicher Brocken, der aus acht Songs zusammengesetzt ist. Die Band hat übrigens weitestgehend auf den ganzen Studio-Schnickschnack verzichtet, der heute anscheinend zum guten Ton eines Albums gehört. „Monument“ tut dies hörbar gut. Vito knüpfen hiermit nahtlos an ihr Debütalbum „Make Good Areas Disturbed” an. Die Mischung besteht wieder aus Postrock und feinstem Indiepoprock. „Reclaimed“ bedient mit einem fast epischen Aufbau dann auch die Postrockschiene, ist aber auch in jedem Augenblick höchst melodiös. „Breaking The Fourth Wall“ fischt dann eher in Schrammelindiegefilden. Der butterweiche Gesang und die melancholische Grundnote sind sogar für den einen oder anderen wohligen Schauer auf der Haut gut.

Der Song „Monument“ selber geht sogar ein kleines bisschen als die Essenz der gesamten Scheibe durch. In erster Linie ist dies zwar ein wunderbarer Postrockbrocken und hier kommen alle auf ihre Kosten, die es gerne mögen, wenn Schicht um Schicht aufgetürmt wird, aber trotzdem geht dies nicht zu Lasten der Melodie und mit dem folgenden „You Will Have Your Time“ schließt sich dann sowieso der kleine Gesangsbruder an und somit schließt sich dort der Kreis.

Vito haben mit „Give Me Eighteen Inches Of Daylight“ oder „Modern Cult Of Preservation“ dann auch für die nötigen Höhepunkte auf der zweiten Albumhälfte gesorgt. Zurücklehnen, Augen schließen und eintauchen in diesen musikalischen Fluss, der mal tobend und reißend sein kann und dann doch wieder klar wie das schönste Berggewässer. Zu viel Pathos? Auch das ist eine Seite von Vito.

Fazit: Die hohen Erwartungen der Fangemeinde dürften mit „Monument“ letztlich dann doch erfüllt werden. Ein wunderbares Album zwischen Indiepop und Postrock, welches wieder lustig die beiden Genre miteinander vereint und zu jeder Sekunde höchsten musikalischen Ansprüchen genügt und melodisch auch keine Wünsche offen lassen dürfte.

http://www.myspace.com/vitotheband

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