Die Band Veagaz wurde in einer Bar gegründet und genau da gehört die Band auch hin. Aber dies sei bitte nicht negativ zu verstehen. Das Trio macht schlicht düster-rauchige Musik, deren Melancholie nicht in große Hallen passt. Denn bei Liedern wie deep in the middle of nowhere sieht man ein paar Gestrandete tief versunken in ihrem Whiskey-Glas am Thesen geklammert, während die Band im Hintergrund ihren Weltschmerz zelebriert. Ebenso gehören Nummern wie Space Girl oder Chrome Gene nicht auf große Bühnen, sondern eher in die trübe Stimmung einsamer Zimmer, in der sich der Hörer voll auf das Gefühl einlassen kann.
Die Intensität von Veagaz kommt nicht von ungefähr. Diese beziehen sie von Acts / Künstlern wie The Doors, The Cult, Nick Cave, Leonard Cohen oder Tom Waits. Manchmal allerdings wünscht man sich, dass die Band auch ein wenig mehr Fahrt aufnimmt, so wie bei Black Poison oder Funeral Sunrise. Denn Sänger Tom Schindler meistert nicht nur die ruhigen Töne, sondern dominiert auch die schnellere Marschrichtung. Nicht zuletzt wegen der tollen Stimme sind Veagaz (noch) ein Geheimtipp.