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U-666: Tauchfahrt des Grauens / Insel des Schreckens / Stosstrupp ins Inferno TIPP

(World Abridged/Pandoras Play)

Autor: DJ / Wertung: 10.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Cover U-666 Tauchfahrt des GrauensNazis und Zombies, Tentakel und Maschinengewehre, bissige Hunde und kreischende Frauen, das ursprünglich von World Abridged produzierte Szenario um den unheimlichen Fund auf einem deutschen U-Boot und die fatalen Folgen wurde vor kurzem von Pandoras Play nicht nur wieder veröffentlicht, sondern auch um die finale, dritte Folge ergänzt. Zwar zu einem satten Preis, dafür aber auch Hörspiel satt.

Im ersten Teil Tauchfahrt des Grauens entdeckt eine Gruppe junger Schatztaucher vor einer Insel im pazifischen Ozean auf dem Meeresboden das Wrack eines deutschen U-Boots, das die Kennung U-666 trägt. An Bord befinden sich die verwesten Leichen der Mannschaft, deren Mitglieder sich alle eine Hand abgehackt haben.
Die Gruppe hebt das U-Boot, repariert es und macht sich bis Claire (Katrin Decker) auf zu einer versteckten Nazi Station im Ozean.

Cover U-666 Insel des SchreckensIm zweiten Teil werden die Ereignisse auf der Insel beschrieben, nachdem die Schatztaucher die Insel verlassen haben und Claire dort zurückgeblieben ist. Nachdem der Warenhändler Petro (Gerd Preiser) von seinem Hund gebissen wurde, mutiert er und greift die anderen Bewohner an. Die Mutation breitet sich in Folge aus wie die Pest. Nach einiger Zeit ist Claire scheinbar die einzig Überlebende auf der Insel.

Cover U-666 Stosstrupp ins InferneDer dritte Teil greift noch einmal die Geschehnisse aus den ersten beiden Teilen auf. Eine amerikanische Forschergruppe und ein früherer Naziwissenschaftler versuchen das Geheimnis der versteckten Nazi Station zu ergründen. Vor Ort erkennen sie das tatsächliche Ausmaß der dort stattgefundenen Experimente.

Auch wenn die einzelnen Folgen recht behäbig beginnen und bis auf die zweite Folge auch immer ein sehr schnelles Ende finden, so sorgt die gesamte Serie für kurzweilige Unterhaltung. Dies verdankt sie nicht nur dem interessanten Plot, sondern auch der eigenwilligen Atmosphäre. Nicht zuletzt ein Verdienst der guten, aber auch etwas verstaubten Produktion, die Gott sei Dank nicht auf das Effektgewitter der Neuzeit setzt.

Für eine (angebliche) Laienproduktion bzw. semiprofessionellen Produktion sind die Sprecher sehr gut, teils sogar authentischer als zahlreiche Profis. Aussetzer kann man nicht ausmachen.

2004 bekam das Label World Abridged für die erste Folge den Kritikerpreis für das beste Einzelhörspiel und wurden auch als bestes Newcomerlabel geehrt. Sicherlich nicht zu unrecht.
Persönlich finde ich die Trilogie famos, der Cliffhanger zum Schluss der letzten Folge lässt hoffen, dass vielleicht doch noch ein vierter Teil in einer Schublade auf seine Vertonung wartet. Man wünscht sich die Rückkehr des Tentakels oder die Experimente des Verderbens. Bis dahin werden Hörspielliebhaber nicht drum herum kommen, den stolzen Preis von knapp 30,- Euro für die komplette Geschichte locker zu machen. Auch wenn man den Preis für knapp 168 Minuten Hörspiel auch als Bankrott des Todes bezeichnen kann.

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