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Triosphere: Onwards

(Face Front / PHD)

Autor: Katze / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Triosphere: OnwardsAlso was die Position am Mikrophon angeht, da ist die norwegische Formation Triosphere wirklich für einige Überraschungen gut. Kaum rotierte „Onwards“ nämlich zum ersten Male in meinem Player, da dachte ich, die Herrschaften hätten Ronnie James Dio zu diversen Gesangseinlagen überreden können. Als dann eine offenkundig weibliche Stimme zum Wechselgesang mit ‚Dio’ einsetzte, empfand ich dies als interessanten Konterpunkt. Allerdings musste ich nach einem Blick ins Presseinfo feststellen, hier ist doch nicht Ronnie James Dio am Werke. Stattdessen verfügt die offenkundig und bereits erwähnte weibliche Stimme, die der Bassistin Ida Haukland gehört, über die unglaubliche Fähigkeit der Meister himself zu klingen, was mich echt Bauklötze staunen ließ.

Leider ist das dann aber auch schon alles an diesem Release, was mich in Erstaunen versetzte, denn ab da kommt diese Platte ohne weitere Überraschungen aus und bietet dann doch eher Metal in der Standardausführung. Zugegeben, die Nummern sind durch die Bank keinesfalls schlecht und verstehen es auch, mit dem ein oder anderen coolen Riff fein zu rocken. Aber der ganz große Gänsehaut will sich bei mir auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich einstellen. Ehrlich gesagt fühle ich mich von manchen Passagen sogar richtiggehend gestört, denn der Gesang kommt an vielen Stellen trotz der starken und prägnanten Stimme Haukland’s oft zu hastig und irgendwie auch zu lieblos vorgetragen vor. Bis auf ein oder zwei Passagen will sich so von den Gesangslinien nichts so richtig in meinen Ohren festkrallen.

Fazit: „Onwards“ reißt mich zu keinem Zeitpunkt vom Hocker, auch wenn mehr als einmal wirklich gute Ansätze zu erkennen sind. Es ist gewissermaßen sogar traurig, dass man eine solch charismatische Stimme wie die von Ida Haukland nicht besser inszenieren konnte. Ich glaube es hätte dem Material gut getan, wenn es Triosphere vor der Veröffentlichung noch etwas länger hätten reifen lassen. Aber hätte, wäre, wenn spielt heute keine Rolle. Freunde von geradlinigem, mit variabler Frauenstimme vorgetragenem Metal checken die Platte mal an, alle anderen verpassen wohl eher nichts. 7 Punkte!

Homepage Triosphere

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