Jan Kenneth Transeth hat sich vor allem mit seiner Arbeit bei In The Woods einen Namen gemacht, lieh seine Stimme aber auch Acts wie Green Carnation, Naervaer oder Stille Opprör. Unter dem Namen Transit veröffentlicht er nun sein Solo-Album – und löst sich damit überraschend deutlich von seinen nordischen Wurzeln.
Schon der Opener Estrangeirol klingt ungewöhnlich amerikanisch mit seinen Countrygitarren und lässigen Vocals. Auch wenn man sich das eine oder andere Mal an Yellos The Race erinnert fühlt. Und so hochklassig geht es mit der zweiten Nummer Bleed on me weiter. Trotz des atmosphärischen Titels Decent Man on a Desperate Moon rockt Transit in erster Linie einfach, effektvoll und vollkommen unverkrampft. Erst mit der Trilogie Ad Anima begibt sich Jan Kenneth Transeth erstmals auf die experimentellen Pfade, für die sein Name bislang stand. Und schließt nach knapp 38 Minuten sein Soloalbum auch gleichzeitig mit den stärksten Nummern. Von Ausfällen oder Schwächen kann aber nicht die Rede sein. Decent Man on a Desperate Moon ist zwar ein straightes Rock Album, aber alternativ genug, um dem Mainstream aus dem Weg zu gehen. Tolle Scheibe!