Was rumpelt da durch die windige Nacht, es sind die Bonkers, gebt fein acht. Ein Märchen erzählen uns die Polen auf ihrem neuen Tonträger Progress aber wahrlich nicht, ehr eine gruselige Mär über gesellschaftliche Abgründe. Und da gesellt sich der Sound der “Giftigen Furzer”, die livetechnisch gerne in der Weltgeschichte rumstänkern, wie Faust auf Auge, Arsch auf Eimer oder gebrochene Knochen im Moshpit, hinzu. Selbigen dürfen einige der zehn Progress-Songs versüßen, wobei man den Albumtitel allerdings nicht zu ernst nehmen sollte. Denn wirklich fortschrittlich ist das Album nicht, es werden keine neuen Maßstäbe gesetzt, obwohl dezent mit Akustiggitarren (Progress) und mal einem Synthesizer experimentiert wird. Der "Toxic Fucking Grindcore", wie die Jungs so schön ihren Sound beschreiben, erinnert an einen Smell aus Fear Factory-Debut, Napalm Death-Midtempo (Denial) und fette Grooveparts die nach den Breaks eingeschoben werden (Manifesto). Zudem wird das Aroma durch eine ganze Menge Hardcore-Spirit (Anti-violent) angereichert. Diese Death Metal-Kante, in Verbindung mit Grindknüppeleien und Hardcorefeeling schafft es jedoch nicht, über die schon recht eingeschränkte Spieledauer von kurzen 35 Minuten zu überzeugen. Andere Bands bringen in der gleichen Minutenspanne Thrash Metal-Alben für die Ewigkeit raus oder machen ein Mini-Album draus. Handwerklich gut, stimmlich im grünen Growl-Brüll-Kreisch-Bereich, aber bedauerlicherweise so oder so ähnlich schon allzu oft gehört. 7 Punkte
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