Zwar stehen wir vom SoundBase als Magazin aus bisher ungeklärten Gründen Till Burgwächter irgendwie sehr nahe, finden ihn auch trotz seiner sich ausweitenden Starallüren sehr sympathisch und lassen ihn auch gerne von Zeit zu Zeit exklusiv seine Tour-Tagebücher bei uns veröffentlichen, haben ihn aber bis auf die Rezensionen seiner Bücher bisher noch nicht interviewed. Das lag zuerst daran, dass wir nicht wollten, dass ihm der Erfolg zu Kopf steigt und er womöglich abhebt. Hat aber im Nachhinein betrachtet nichts genützt, er hat trotzdem abgehoben. Mittlerweile ist es so, dass wir bisher kein Interview mit ihm führen konnten, weil man an den Mann unheimlich schwer herankommt. Unzählige Telefonate mit seinem englischen Manager und Bestechungsgelder in einer Höhe, von der ein Michael Ballack als Gehalt selbst im aktuellen Vertragspoker nur träumen kann, waren nötig, um endlich ein Interview mit dem Starautor zu bekommen. Endlich ist es soweit, der Herr hat ins Hamburger Marriott Hotel geladen und empfängt mich in seiner Suite, ganz in schwarzem Leder gekleidet und einer Porno Star Sonnenbrille auf der Nase. Aber bevor ich ins Allerheiligste gelangen kann, hält mich sein Manager noch kurz aber doch sehr rüde am Arm zurück: „10 Minuten! Verstanden? Keine Minute länger! Und keine Fragen über seine Ex-Frauen und seine angebliche Entzugskur in der Betty Ford Klinik! Sonst zerren wir dich an den Ei**n wieder hier raus!“ …Autsch! In Gedanken streiche ich schon mal die Fragen 1 bis 5 aus meinem Gedächtnis und beginne zur eigenen Sicherheit mal mit etwas allgemein unverfänglichem: „Nachdem du nun mit "JGTHM" ein umfassendes Metal - Lexikon und mit "Schmerztöter" quasi den Ergänzungsband dazu geschrieben hast, widmest du dein aktuelles Buch komplett dem W:O:A. Warum einem speziellen Festival und nicht der Festival - Szene allgemein (vieles wäre doch sicherlich 1:1 übertragbar) und warum gerade diesem Festival?“ „Richtig!“ gibt Till Burgwächter breit lächelnd zu Protokoll – er scheint wohl mit dieser Frage zufrieden zu sein „Vieles ist komplett übertragbar, man braucht nicht unbedingt in Wacken gewesen zu sein, um lachen zu können. Aber als Aufhänger hat sich das W:O:A einfach angeboten. Erstens ist es in Sachen Metal sowas wie der Klassenprimus. Das heißt, die Probleme, die alle Festivals haben (Sanitäranlagen, Parkplätze, Running Order etc.) potenzieren sich hier, was mir sehr entgegenkommt. Und zweitens habe ich dieses Festival schon sieben Mal besucht. Es schreibt sich immer leichter, wenn man die Situation direkt vor Augen hat.“ Das ging ja schon mal gut, also wage ich mich weiter vor und gestalte die nächste Frage schon etwas frecher: „Sieben Besuche sind natürlich ein wirklich großer Erfahrungsschatz… glaubst du, dass sie dich nach deinem Buch auch ein achtes Mal auf das Gelände lassen? Gut, wenn du drauf kommst, kann dir ja nicht viel passieren außer vielleicht ein Tauchlehrgang von Dixi zu Dixi. Dein Zelt können sie ja nicht abfackeln, du hast dich ja als weicheiiger Heimschläfer geoutet. Oder glaubst du, dass die Nummer mit Humor genommen wird?“ Beim ‚weicheiigen Heimschläfer’ zuckt mein Gegenüber unmerklich zusammen, und meine Augen suchen zur Sicherheit schon einmal den Raum nach Fluchtmöglichkeiten ab. Aber dann entspannt sich Herr Burgwächter wieder merklich und spricht mir mit einer souveränen Lockerheit seine Antwort in das Diktiergerät: „Vom Dixi - Tauchlehrgang bitte ich abzusehen, das hätte nicht mal Bruce Willis in Höchstform (also vor ca. 20 Jahren) überlebt. Alles in allem hoffe ich natürlich schon, dass die Wacken - Crew über das Buch lachen kann, es ist auch so etwas wie eine Hommage an dieses Festival. Wenn sie es nicht lustig finden, auch gut. Ich schreibe ja keine Werbebroschüren, sondern versuche, die Welt des Heavy Metal mit ein bisschen Humor zu würzen. Und was das Zelten angeht: Das habe ich 1997 das erste und letzte Mal gemacht, da bin ich einfach nicht hart genug für. Ich begrüße nicht jeden technischen Fortschritt, aber das Pensionszimmer mit Dusche und Bett gehört definitiv zu den Errungenschaften dieser Zivilisation! Na klar, denke ich mir, gut dass der Kerl nur Bücher schreibt und keine Musik. In der Stimmung und mit der Einstellung würden auf den nächsten 3 Alben mit 100%iger Sicherheit nur der reine Balladenkitsch landen. Aber mal weiter im Text: „Apropos drüber lachen: Du hast ja schon in deinen ersten beiden Büchern eine Menge Musiker und die verschiedensten stilistischen Gruppierungen ordentlich aufs Korn genommen. Wie waren denn bisher so die Reaktionen? Gab’s Leute, die dir ihre Präsenz in deinen Büchern übel genommen haben? Oder gab es gar welche, die sich beschwert haben, dass sie nicht von dir verarscht wurden?“ Die Frage scheint dem Herrn wieder mehr zu liegen, schließlich bietet sie reichlich Raum für das unter Stars und Sternchen so beliebte Namedropping: „Da gibt es die verschiedensten Reaktionen. Gerrit P. Mutz von Sacred Steel zum Beispiel hat sich nach dem ersten Buch "JGTHM" beschwert, dass seine Band nicht verarscht wurde, also habe ich es "SCHMERZTÖTER" nachgeholt. Gerrit ist auch bei jeder Lesung dabei, die ich in der Nähe seiner schwäbischen Heimat mache. Victor Smolski von Rage hat sich so über den Text über Rage amüsiert, dass er mich sogar für eine Lesung gebucht hat. Und dann gibt es Leute, die über sich und die Metal-Szene allgemein gar nicht lachen können und dementsprechend sauer reagieren. Direkt hat mich noch niemand angesprochen, aber hinten rum hört man eine ganze Menge. Das müssen übrigens nicht mal die Musiker sein, es gibt auch Mitarbeiter von Plattenfirmen, die mich wie die Pest hassen. Aber das ist eigentlich ein gutes Zeichen.“ Ui, jetzt bin ich tatsächlich ein wenig beeindruckt, muss aber an dieser Stelle gleich noch einmal nachhaken: „Du bist also froh, von gewissen Gruppierungen der Branche auch gehasst zu werden? Erklär mal, warum das für dich ein gutes Zeichen ist!“ „Ganz einfach,“ kommt es wie aus der Pistole geschossen. „Satire muss auch mal wehtun. Dass die persiflierten Subjekte / Objekte damit nicht immer einverstanden sind, zeigt, dass der richtige Schalter ungelegt wurde. Natürlich überspitze ich viele Dinge, aber ein Körnchen Wahrheit steckt meist drin.“ Hatte Burgwächter’s Manager eigentlich irgendetwas zu Verlagen als Tabuthema gesagt? Ich hoffe nicht, denn sonst bekomme ich bei der folgenden Frage arge Probleme: „Im Metal - Buch Business scheint es ja nicht so etwas wie langfristige Vertragsbindungen zu geben, immerhin bist du mit deinem dritten Buch bereits beim dritten Verlag. Wie kommt’s und warum hast du dich für den Verlag von Jan Oidium entschieden? Immerhin ist Iron Pages ja doch die etabliertere Hausnummer in dem Genre…“ Tabuisiert scheint das Thema nicht zu sein, denn immerhin bleib ich unbehelligt sitzen und Burgwächter nutzt diese Frage, um mal richtig auf die Kacke zu hauen. „Jau, ich wechsele von Buch zu Buch den Verlag gegen ein saftiges Handgeld!“ Dann rudert er aber doch plötzlich heftig zurück und fügt etwas nachdenklich hinzu: „Im Ernst, der erste Verlag ist Pleite gegangen, deshalb bin ich bei Iron Pages gelandet. Das Wacken - Buch basiert auf einer Idee von Jan Oidium, der ja auch einige Illustrationen und das Cover gezeichnet hat. Wir haben mit Iron Pages über eine Veröffentlichung gesprochen, aber die wollten sich nicht so recht entscheiden. Deshalb hat Oidium, der ja einen eigenen Verlag besitzt, entschieden, das Buch bei sich zu veröffentlichen. Das nächste Buch aus meiner Feder wird allgemeine Glossen zu Themen wie "Die drei ???", "Mofafahrer" und "Frauen im Cocktailwahn" enthalten, den Titel "Sorry, aber so isses!" tragen und Ende des Jahres im Iron Pages Verlag erscheinen. Ich hätte im Übrigen auch nichts dagegen, mal einen Vertrag über zwei oder drei Bücher zu bekommen, aber bisher hat sich das leider nicht ergeben.“ Oh je, hier scheint sich ähnlich wie bei vielen Musikern, bei denen der ganz große Erfolg ausbleibt, eine plötzliche Umbesinnung auf eine andere stilistische Ausrichtung (Ihr wisst schon, die Stilrichtung, die von der Band schon immer präsentiert werden sollte, aber aus Knebelverträgen heraus bisher so nicht umsetzbar war) anzubahnen. „Du deutest also schon mal zart an, dass in nächster Zeit die Metal – Thematik somit erst einmal Pause hat? Aber Lesungen zum Wacken – Buch wird’s doch wohl schon noch geben?“ Es beginnt ein Eiertanz, bei dem Burgwächter auf der einen Seite versucht, zu unterstreichen, wie ‚True’ er immer noch ist, aber sich natürlich dennoch auch mal weiterentwickeln muss: „Die Metal-Thematik hat nie ganz Pause, denn ich schreibe ja noch Kolumnen für den Nuclear Blast-Katalog und habe auch noch ein anderes Projekt im Hinterkopf. Aber ein Buch in dieser Form wird es in den nächsten ein, zwei Jahren sicher nicht geben. Die Lesereise zum Wacken-Buch läuft schon seit dem 8.7. unter dem Motto "An der frischen Luft". Erstmal grase ich alle vier Nuclear Blast-Shops in Deutschland ab und dann geht’s richtig los. Es gibt Anfragen aus der Schweiz und ganz Deutschland, einige Termine stehen schon (siehe unten), andere sind in der Mache. Wenn es so läuft wie geplant, wird das allgemeine Glossenbuch "Sorry, aber so isses!" im Laufe der Lesereise etwas mehr Gewicht bekommen. In Metal - Clubs werde ich natürlich viele Metal - Texte lesen, aber ich möchte auch mal vor "neutralem" Publikum lesen.“ Bei so viel Live – Präsenz drängt sich die nächste Frage quasi auf: „Wie sieht es denn nach drei Büchern und zahllosen Welttourneen mit einem Live – Album oder wenigstens einem normalen Hörbuch aus?“ Hier leuchten die Augen des Meisters auf und ich meine sogar, 2 kleine Dollarzeichen in ihnen gesehen zu haben. „Das Hörbuch ist genau das Projekt, das im Hinterkopf steckt. Da das Medium ein anderes ist, hast du natürlich wieder andere Möglichkeiten. Das Live-Album kommt dann, wenn ich das erste Mal in Südamerika gelesen habe, wie sich das für einen ordentlichen deutschen Metal - Künstler gehört.“ An dieser Stelle wollen wir Normal – Sterblichen natürlich auch etwas über das luxuriöse Tourleben eines solchen Weltstars erfahren. „Wie sieht’s denn bei einem ordentlichen deutschen Metal - Künstler wie dir mit Glamour aus? Warten überall mit Kaviarhäppchen, Schampus und willigen (nicht mehr als 10 Taxi – Minuten vom Veranstaltungsort weg wohnende) Groupies gefüllte Backstageräume auf dich? Die Antwort hierauf hätten wir uns eigentlich auch denken können, aber aus dem Munde des charismatischen Ausnahme – Autors ist das Ganze noch eine Spur prickelnder. „Oh ja, aber das ist nicht alles! Ich reise grundsätzlich nur noch per Hubschrauber an und das Benzin bezahlt natürlich der Veranstalter. Soll ich mich ins Goldene Buch der Stadt eintragen (was quasi bei jeder Station meiner Lesereise vorkommt) kostet das 1.000 extra und meine Vorgruppen dürfen grundsätzlich nur unchristliche Alt-Europäer sein. deshalb musste ich Megadeth kürzlich vom Billing kicken. Na ja, die rappelvolle Mehrzweckhalle hat eh nur auf mich gewartet.“ *Seufz* Wie ich ihn beneide! Ich bin versucht, meinen Phantasien diesbezüglich weiter nach zu hängen, aber ein sich ungeduldig auf die Armbanduhr klopfender Manager ermahnt mich zur Eile. „Eigentlich wollte ich dich ja na dieser Stelle fragen, wie du überhaupt zur Schreiberei gekommen bist, und ob es nicht vielleicht besser gewesen wäre, etwas anständiges zu studieren, quasi etwas mit Zukunft? Aber wenn ich das so höre, erübrigt sich die Frage wohl?“ Über eine solche Frage kann Till natürlich nur lachen „Haha, sieht fast so aus. Wer schreibt bleibt. Es ist ja nicht nur das Geld, sondern vor allem der Ruhm und die Ehre, die einen jungen, gut aussehenden Mann an den Computer locken.“ Das war aufreizend! So aufreizend, dass ich für einen Moment den Manager und die beiden ebenfalls an der Tür lauernden Gorillas von der örtlichen Security vergesse. „Hehe, wäre ich gemein, würde ich vermuten, dass es momentan eher mehr Ruhm und Ehre als Geld ist…“ plappert mein lästerhafter Mund meinem Gegenüber fröhlich ins Gesicht, und jeder Gefahr trotzend sprudelt es weiter aus ihm heraus. „Da muss ich dann auch gleich mal nachhaken: Kannst du inzwischen von der Schreiberei leben oder trifft man dich manchmal des nachts mit rotem Lacktäschchen auf der Straße flanierend?“ Betretendes Schweigen… der ging anscheinend verdammt tief. Burgwächter versucht Heiterkeit zu demonstrieren… „Auf der Straße flanierend schon, aber in der Regel ohne Lacktäschchen (hast du etwa Fotos?)“ dabei greift er sich scheinbar wie zum Scherz an die Gesäßtasche und deutet an, schon mal vorsorglich das Portemonnaie zu zücken. Dann fährt er fort: „Vom Schreiben leben zu können war mein großes Ziel vor vier Jahren und mittlerweile lebe ich davon. Wobei da ja nicht nur die Bücher und Lesungen dabei sind, sondern vor allem journalistische Artikel und Glossen in verschiedenen Magazinen. Wer zum Beispiel die Autorenzeitschrift "Federwelt" kauft wird schnell feststellen, dass auch dort Till Burgwächter sein Unwesen treibt. Die Verkaufszahlen der Bücher sind wirklich ganz ordentlich, aber ich möchte doch noch mehr erreichen.“ Aha, man gibt sich intellektuell, man ist nicht nur stumpfer Metaller, nein, man hat auch Tiefgang. Nachdem ich die letzte Frage überlebt habe, gibt es für mich kein halten mehr und ich hau ihm den nächsten Brecher um die Ohren: „Es gibt ja in der Musikszene seit Jahrtausenden so etwas wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, nämlich die, dass bei jeder Rockband das dritte Album das Stärkste ist und danach in aller Regel der künstlerische und finanzielle Absturz kommt. Nun ist „Zwischen Aasbüttel und Vaalermoor“ ja bereits dein drittes Buch… wie bereitest du dich auf deinen Absturz und das Leben nach dem Ruhm vor? Sind Re-Unions geplant, oder gehst du davon aus, dass es bei dir natürlich gaaanz anders laufen wird?“ Aber mit der Frage kann er offensichtlich besser umgehen, als mit der vorhergegangenen… scheint an seinem unendlich großen Ego zu liegen: „Ah, das Make-It-Or-Break-It-Prinzip. Also entweder werde ich mit dem Wacken - Buch die Weltherrschaft erringen (was sehr wahrscheinlich ist) oder ich löse mich auf, um auf dem W:O:A 2008 die große Reunion - Lesung zu machen. Samstag, 22 Uhr, auf der True Metal Stage, versteht sich.“ Versteht sich, wo auch sonst! Da man auf Tour auch abseits der rappelvollen Konzertsäle einiges erlebt, lohnt es sich, auch aus diesem Bereich ein paar Anekdötchen abzufragen: „Lass uns ein noch ein wenig über deine Lesungen plaudern: Was war bisher dein skurrilstes Erlebnis auf einer Lesetour (mal abgesehen von der toten Kuh mitten in der Bochumer Innenstadt)?“ Mit dieser Frage habe ich genau den richtigen Schalter umgelegt, denn hier weiß Till Burgwächter natürlich ausführlich drüber zu schwadronieren. Oh, da gibt es eine ganze Menge. Ich fand es zum Beispiel großartig, dass das Glockenspiel des Rathauses in Gummersbach um 18 Uhr (!) die Melodie von "Guten Abend, gute Nacht" spielt. Im Headbangers Ballroom in Hamburg wurde meine Lesung von Dr. Pest (Die Apokalyptischen Reiter) auf dem Keyboard begleitet. Großes Kino! Auch ganz groß war die Abschlusslesung der Schmerztöter-Lesereise im niedersächsischen Peine im April diesen Jahres, wo außer zwei älteren Damen und 15 Kumpels niemand aufschlug. Die beiden Damen (Ü 60) haben sich aber gut amüsiert. Oder die Lesung in Daseburg, wo die Stammposter des Rock Hard Forums ein Treffen hatten. Erst wurde ich mit dem Tode bedroht (weil ich Manowar und Metallica veralbert habe), dann gab’s Grillwurst. Und auch die Ausflüge in die Schweiz sind immer wieder unglaublich. Absinth und wässriges Lagerbier, Brrr! Es passiert unterwegs so viel, dass das eigentlich ein eigenes Buch wert wäre. Mal sehen, vielleicht irgendwann mal.“ In dieser Stimmung kann mir der Herr doch eigentlich gar nichts mehr übel nehmen, denke ich so übermütig vor mich hin, und rufe mir doch die Fragen 1 bis 5 wieder ins Gedächtnis: „Es geht das Gerücht, dass du mit deinem Overnight Erfolg nicht so ganz klar gekommen bist und deswegen über längere Zeit ein starkes Alkohol- und Drogenproblem“ (schnelle Schritte von mehreren Männern hinter mir) „gehabt haben sollst. Allerdings hättest du das Ganze inzwischen mit Hilfe einer Entzugskur“ (ich werde hart gepackt, beide Arme werden mir in den Rücken gedreht, der linke dabei soweit, dass es mir das Schultergelenk auskugelt) „überwunden. Stimmt das?“ (man zerrt mich rabiat Richtung Tür) Burgwächter sieht mir zornig hinterher und mir wird klar, dass es auf diese Frage wohl keine Antwort mehr geben wird. Also brülle ich ihm noch einmal mit letzter Kraft zu: „Dann gib mir wenigstens noch ein persönliches Statement für unsere Leser. Das sind immerhin deine treuesten Fans!“ Wenigstens den Gefallen will er mir tun und setzt zu einem „Meine Schwestern und Brüder im Metal, ihr treuesten der treuen, ihr…“ merkt aber dann, dass man mich schon fast zur Gänze aus dem Raum gezerrt hat und kürzt das Ganze deswegen auf ein knappes aber sehr prägnantes Statement ein: „Danke für dieses Interview, Weltpresse. Kauft Till Burgwächter-Bücher und Heathen-CDs!“ Was mit mir dann vor der Tür geschah, beschreibe ich an dieser Stelle lieber nicht näher, denn zum einen könnten Kinder hier mitlesen und zum zweiten beschäftigen sich derzeit die Anwälte unseres Pressehauses damit, womit es sich um ein schwebendes Verfahren handelt, zu dem man außerhalb eines ordentlichen Gerichtes keine Aussagen verlauten lassen darf. Nur soviel: Dieses großartige Interview lässt einen die unzähligen Schürfwunden, Prellungen und Frakturen vergessen und selbst der durch den Strohhalm genuckelte Haferschleim im Krankenhaus schmeckt bei dem Gedanken an diesen Tag wie Himbeereis! Hier noch die Tourdaten des Mega - Stars Till Burgwächter auf Tour Till Burgwächter ist AN DER FRISCHEN LUFT 29.07.2005 Salzgitter- Nuclear Blast-Shop 05.08.2005 Wacken Open Air (Metal Markt, 14 Uhr) 01.10.2005 Osnabrück- GZ Ziegenbrink 07.10.2005 Bad Hersfeld, Haus der Jugend (5 Jahre Till Burgwächter!!) 16.11.2005 Ingolstadt- Cafe Durchbruch
Interviews > Literatur
Till Burgwächter
Autor: Katze / Kommentare: Bisher keine
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