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The New Amsterdams: At The Foot Of My Rival

(Artic Rodeo Recordings/Alive)

Autor: schlimm / Wertung: 8,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Matt Pryor ist schon eine kleine Legende – jedenfalls in Indiehausen. Mit den Get Up Kids zementierte er ein kleines bisschen am Sockel der alternativen Musik mit. The New Amsterdams sind allerdings auch längst keine neue Band mehr und haben sich mittlerweile einen Namen gemacht und sind aus dem großen Schatten der Vorgängerband von Pryor getreten.

Der Vierer aus Kansas hat auch nur noch bedingt was mit dem rotzigen Punkrock vergangener Tage zu tun. Matt Pryor, Dustin Kinsey, Eric McCann und Bill Belzer machen es sich irgendwo im Folk gemütlich. Hinzu kommt eine Prise (Indie-) Rock und Americana. „At The Foot Of My Rival“ besticht durch seine feinen und ausgefeilten Arrangements. Dem Werk wurde die nötige Luft zum atmen gelassen, will heißen, man hat es nicht tot produziert und mit unnötigen Schichten überzogen.

„At The Foot Of My Rival“ wird insgesamt von einer melancholischen Note durchzogen, ohne allzu depressiv zu klingen. Eric McCann veredelt den Bandsound hin und wieder mit Bläsern und Streichern - von seinem traditionellen Kontrabassspiel ganz zu schweigen. Dies ist endlich mal wieder eine spannende alternative zum Einheitsbrei, den das Indiegenre sonst so zu bieten hat. Die Band kann auch noch mit einem weiteren Pfund wuchern, der schönen und samtweichen Stimme von Matt Pryor. Dustin Kinsey an der Gitarre und Bill Belzer an den Drums verstehen ebenfalls ihr Handwerk ganz vorzüglich.

Die Scheibe wurde übrigens bei Pryor zu Hause aufgenommen. Man hat sich diese entspannte Atmosphäre zu nutze gemacht und ein ebenso entspanntes Album aufgenommen. Neben- und Hintergrundgeräusche wurden gar nicht erst überspielt oder kaschiert. Warum auch nicht? Verleiht dem Album insgesamt einen authentischen Anstrich ohne zu bemüht zu klingen. Diesen Spagat schafft die Band sowieso ganz spielerisch.

Fazit: „At The Foot Of My Rival“ ist ein schönes, entspanntes, authentisches und handgemachtes Album geworden. Trotzdem gibt es an jeder Ecke ein nettes Arrangement zu entdecken und dadurch alleine hebt sich das Werk schon von ähnlichen Veröffentlichungen ab. The New Amsterdams haben es sich in ihrer Nische heimelig und gemütlich gemacht und bestechen mit einer ganz besonderen Klasse. Irgendwie beschleicht den Zuhörer manchmal den Eindruck, dass The New Amsterdams das gefunden haben, wonach R.E.M. schon seit Jahren suchen.

www.newams.net

 

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