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The Low Lows: Shining Violence

(Monotreme Records/Cargo)

Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Das Debütalbum „Fire On The Bright Sky“ aus dem Jahre 2006 hallt im wahrsten Sinne des Wortes noch nach, da legen The Low Lows nun mit „Shining Violence“ nach. Von Band zu sprechen ist hier schon untertrieben. Vielmehr handelt es sich wohl eher um ein großes Kollektiv an Musikern, die immer wieder zusammenkommen um die gemeinsamen musikalischen Visionen umzusetzen. Was dabei herauskommt ist in jeglicher Form bemerkenswert.

So nun auch wieder auf „Shining Violence“. Das Album besticht abermals durch eine dichte Atmosphäre. Als Zuhörer muss man erstmal sämtliche Hörgewohnheiten über Bord werfen. Was ist das? Noise Rock? Indierrock? Gar Indiepop? Folk? Roots? Von allem wohl etwas. Man muss die vorliegenden neun Songs erstmals entschlacken und unter der Oberfläche suchen, dann eröffnen sich dem Zuhörer ganz neue Welten – sofern man das Debütalbum nicht kennt. Der Zweitling knüpft im Grunde nämlich nahtlos an das Erstlingswerk an. Töne in Moll beherrschen die Szenerie. Zur musikalischen Umsetzung wurde wieder allerlei Brimborium aufgefahren, welches das Klangbild einer Rockband schlicht und ergreifend sprengt. The Low Lows bestechen durch eine Vielfalt und Opulenz, dass es schon fast zu viel des Guten ist.

Alles schön und gut, der Klang der Scheibe ist aber alles andere als gelungen. Puristen werden das Album dahingehend sicher wieder über den sprichwörtlich grünen Klee loben. Was allerdings schon bei der letzten The Magnetic Fields Scheibe deutlich in die Hose ging, ist auch hier nicht viel besser. Blechern und mit viel Hall sind die Tracks unterlegt. Die einzelnen Instrumente sind so insgesamt nur schlecht auszumachen. Schade eigentlich, da die Schönheit der Songs so nicht richtig zur Geltung kommt.

Fazit: „Shinig Violence“ hat wieder jede Menge Emotionalität im Gepäck. Die Klanglandschaften werden von gelegentlichen Noiseausbrüchen durchzogen und unterbrochen. Sonic Youth trifft auf die letzte The Magnetic Fields Scheibe, gepaart mit einer Prise Sigur Rós und fertig ist ein kleines, feines Album mit einem bescheidenen Sound.

http://www.thelowlows.net/

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