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The Feeling: Join With Us

(Universal)

Autor: schlimm / Wertung: 7,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

The Feeling tourten mit ihrem Debütalbum „Twelve Stops And Home” kreuz und quer durch die Weltgeschichte. Die Scheibe verkaufte sich mit einer Millionen abgesetzter Einheiten zudem ganz beachtlich und so waren sie letzten Endes 16 Monate unterwegs. Die logische Konsequenz war dann eine Pause. Die Fünf legten dann auch beachtliche 12 Tage die Füße hoch, bevor es mit den Arbeiten an „Join With Us“ weiterging.

20 Songs hatten sie schnell beisammen. Den nötigen Feinschliff verpassten sie den Nummern in einem Gutshaus mit den Namen „Bradley House“. Insgesamt haben es 11 Tracks auf „Join With Us“ geschafft. Man darf gespannt sein, ob das Zweitlingswerk bei uns etwas mehr Beachtung geschenkt bekommt.

The Feeling führen den Zuhörer zu Beginn etwas in die Irre. „I Thought It Was Over“ hat zwar schon alle Eigenschaft zu bieten, die uns für den Rest der Scheibe begleiten werden, aber insgesamt besticht die Nummer durch einen ruppigen Grundton. Bei „Without You“ wird dann endgültig der Schmalz und Kitsch ausgepackt. Eine lieblich süße Melodie schleicht sich in die Ohren und die Streicher umschmeicheln den Zuhörer. Genauso und nicht anders funktioniert perfekte, handgemachte Popmusik irgendwo zwischen Take That und Paul McCartney. „Join With Us“ knüpft mit seinem Satzgesang daran nahtlos an. Ebenfalls ein großes und buntes Knallbonbon. Auch wenn dies alles schön süßlich ist, verursachen The Feeling und ihre Musik kein Karies, sondern, um beim Kitsch zu bleiben, versüßen sie einem den Tag.

Wer es ganz ruhig mag, der ist bei der schönen Ballade „Spare Me“ gut aufgehoben. Beachtlich auch, wie sie in ihre Songs auch immer kleine Zwischenspiele einbauen und das Tempo wechseln. „Turn It Up“ klingt so wie eine Mischung aus McCartney und Queen und kann sich durchaus hören lassen. Der große, britische Powerpop wird auch bei „I Did It For Everyone“ und „Won´t Go Away“ aufgeführt. Bei „Conor“ kippt die Geschichte dann leider etwas hinten rüber, denn der Track hat dann wirklich mal viel zu viel Schmalz und es trieft förmlich aus den Boxen. Die kleine und feine Streicherballade „This Time“ ist da die eindeutig bessere Wahl, bevor „Don´t Make Me Sad“ und besonders „The Greatest Show On Earth“ die Scheibe mit großem Kabarett beenden.

Fazit: The Feeling haben mit „Join With Us“ ein über weite Strecken süßliches Powerpopalbum irgendwo zwischen ELO, Queen, Foreigner und Paul McCartney aufgenommen. Kitsch und Bombast werden mit jeder Menge großer Melodien vertont. Bevor es aber zu schmalzig wird, haben The Feeling immer wieder eine nette Idee in der Hinterhand und so bleibt das Album immer spannend und aufregend. Klar, manchmal verzetteln sie sich auch ein wenig und scheinen fast schon den Durchblick zu verlieren. Zum Glück hält sich das aber in Grenzen und so bekommt man unter dem Strich ein wirklich nettes, hochgradig melodiöses Album geboten.

Und hier ein paar interessante Links zum Staunen!

Videosub inkl. Live-Session aus den Abbey Road Studios: http://video.universal-music.de/?vid=3532&g=uksounds

Und ein Interview-EPK: http://video.universal-music.de/?vid=3262&g=uksounds

Und einen Albumplayer: http://artists.universal-music.de/_player/thefeeling

www.the-feeling.de
www.thefeeling.co.uk

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