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The Checks: Hunting Whales

(Red Ink)

Autor: schlimm / Wertung: 7,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

The Checks Hunting WhalesThe Checks aus dem fernen Neuseeland machen sich nun auch auf den Rest der Welt musikalisch zu erobern. Auch, weil sie in ihrer Heimat schon längst über den Status eines Geheimtipps hinaus sind und dies jetzt auch bei uns in Angriff genommen werden soll. Prominente Fürsprecher gibt es jedenfalls auch schon. Kein Geringerer wie Michael Stipe von R.E.M. lobte die blutjunge Band über den grünen Klee. Das ging sogar so weit, dass R.E.M. die Jungs in ihr Vorprogramm holten. Damit hat sich für die Combo aus Auckland sicher so manche Tür zusätzlich geöffnet. Trotzdem scheinen sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen und lassen erstaunlich uneitel verlauten: „Wir sind nicht daran interessiert, Megarockstars zu werden und Milliarden von Dollars einzuspielen. Wir hatten viel Spaß bei den Aufnahmen zu diesem Album und wir sind sehr stolz auf das Ergebnis. Es wäre nett, wenn es auf irgendeiner Ebene Verbindung mit dem Publikum aufnehmen würde“.

Das glaubt man den fünf Freunden doch glatt, besonders wenn man ihre Version von bluesigem Rock and Roll hört. Für die Produktion zeichnete sich mit Ian Broudie nicht gerade ein unbekanntes Gesicht der Branche verantwortlich. The Checks konnten mit diesem Namen erstmal überhaupt nichts anfangen. Sie sind allerdings nicht wie die Jungfrau zum Kinde dazu gekommen Broudie zu verpflichten, sondern folgten dem Vorschlag der Plattenfirma. Oha, das lässt aufhorchen, das Label schon vorab zu viel in „Hunting Whales“ involviert? Bleibt so noch genügend Platz zur eigenen Identität oder gibt es da sogar noch eine Mitsprache am Sound der Band?

Fragen über Fragen, die von „Hunting Whales“ zumindest nicht komplett beantwortet werden können. Die Scheibe klingt wie eine Mischung alter Blues- und Rockhelden und angesagten Bands wie die Kings Of Leon oder The White Stripes. Dass sich die ganze Geschichte nicht nach Reißbrett anhört liegt dann wiederum an der individuellen Klasse der Jungspunde. Locker und lässig zaubern sie hier das ein oder andere ganz feine Melodiechen aus dem Ärmel und pflügen dabei fast einmal quer durch die gesamte Geschichte des Rock und schaffen es fast spielerisch den 11 Tracks ihren eigenen Stempel aufzudrücken.

Langsam kommt die Scheibe mit „Mercedes Children“ ins Rollen, Mit „Take Me There“ nehmen sie dann mehr an Fahrt auf um in „What You Heard“ dann fast wie eine Mischung aus Led Zeppelin und den White Stripes klingen. Die Melodie fräst sich sofort in die Gehörgänge - oder um es anders auszudrücken – das Dingen ist ein verdammter Hit. „Tired From Sleeping“ hört sich dann endgültig an, wie eine neue Nummer aus der Feder von Jack White. Dass die Band auch die leisen, balladesken Töne beherrscht zeigt sie mit „Where Has She Gone“ oder dem Albumrausschmeiser „Memory Walking“. Mit „Terribly Easy“ haben The Checks sogar einen an Brain Setzer erinnernden Titel im Repertoire. Fast zum Schluss versteckt sich sogar noch ein weiterer Hit, „Don´t Wait“ hat jedenfalls das Potenzial dazu.

Fazit: Mit „Hunting Whales“ werden The Checks sicher nicht die Welt aus den Angeln heben und ob sie diese im Sturm erobern können ist auch eher zweifelhaft. Sicher, die Jungs haben schon einen eigenen Stil, trotzdem gibt es schon zu viele Bands die eben auch dieses bestellte Feld in ähnlicher Art und Weise beackern. Auf der anderen Seite wird diese Scheibe hier ganz sicher auch ihre Fans finden, denn gut sind sie, die elf Songs.

www.thechecks.de

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