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The Brian Setzer Orchestra: Wolfgang´s Big Night Out

(Surfdog/Sony BMG)

Autor: schlimm / Wertung: 8 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

The Brian Setzer Orchestra Wolfgang´s Big Night OutBrian Setzer braucht man sicher nicht mehr weiter vorstellen. Der Mann ist eine Legende, egal ob solo, mit den Stray Cats oder seinem Orchestra. In jedem Fall hat er Musikgeschichte mitgeschrieben. Der Mann lebt und atmet wie kaum ein anderer den Rock and Roll ein und aus. Der 3-fache Grammy Award-Gewinner hält die Fahnen des Rockabilly hoch, überzeugt an der Boogie-Front und brachte den Swing zurück in den Rock und einem großen Publikum wieder näher. Was fehlt eigentlich noch im Backkatalog von Setzer? Richtig, ein Klassikalbum. Geht nicht? Geht nicht, gibt es nicht, denn auch dies ist für Setzer nicht unmöglich.

Mit „Wolfgang´s Big Night Out“ erfüllte er sich einen lang gehegten Traum. Wie hat man sich das nun vorzustellen? Setzer am Klavier? Natürlich nicht! Ein paar der größten und bekanntesten Klassiksongs werden einfach in das Swing & Rock Format übertragen – gespielt von einer 18köpfigen Band. Setzer selber bearbeitet dazu in bekannter Manier die Gitarre(n). So erscheint Beethoven´s „Symphony No.5“, Mozart´s „Eine Kleine Nachtmusik“ oder auch Tchaikovsky´s „1812 Overture“ in völligem neuem Gewand. Bei den vorliegenden zwölf Tracks handelt es sich überwiegend um Instrumentalstücke. Klar, ist ja auch ein „Klassikalbum“. Im Grunde kennt man hier jeden „Song“, ist aber trotzdem im besten Fall überrascht, was Setzer und sein Orchestra hieraus machen und wie gekonnt sie die komplett genrefremde Stücke im Boogie und Swing Stil oder Big Band Sound der 40er und 50er klingen lassen. Im schlimmsten Fall kommt etwas Langatmigkeit auf, da die Idee zwar löblich, die Umsetzung handwerklich natürlich über jeden Zweifel erhaben ist und auch durchaus zu überraschen weiß, manchmal aber auch etwas zu viel wird – hier wäre manchmal weniger mehr gewesen. Nichtsdestotrotz macht das Album über weite Strecken Spaß und wenn dann noch wie bei Grieg´s „Hall Of The Mountain King“ und „Honey Man“ von Rimsky-Korsakov der Gesang hinzukommt freut man sich einen Ast und möchte Setzer für seine Idee und Umsetzung dieses Projekt anzugehen und umzusetzen ganz feste an seine Brust drücken .

Fazit: Klassik meets Big Band meets Swing meets Boogie meets Rock and Roll. Hier passt zusammen, was nicht zusammen gehört. Auch wenn die gesamte Scheibe hier und da ihre Längen hat, so muss man Setzer für dieses Album ein großes Lob aussprechen, zumal der Mann einfach das macht, worauf er Lust hat und dies ist heute keineswegs mehr eine Selbstverständlichkeit. Let´s ROCK AND ROLL!

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