Aus den Ruinen der Bands Flyswatter und Paint The Town Red erhebt sich die Band The Blackout Argument, die bereits zwei EPs mit den Titeln Munich Angst und Munich Valor veröffentlicht hat. Auf Decisions hält man den eingeschlagenen Weg bei. Melodischer Hardcore mit obligatorischen Scream- und Cleangesang, der zahlreiche nette Momente hat, sich aber auch nie wirklich von der gewaltigen Masse anderer Genreacts abheben kann.
Die besten Momente haben The Blackout Argument, wenn man viel Melodie in die Songs packt, überflüssig sind allerdings die reinen Instrumentaltracks. Puristen werden sich hingegen freuen, dass die Münchener bei einigen Nummern ihre Wurzeln nicht leugnen und ohne Schnörkel losbrechen. Mein persönlicher Favorit, die Ballade Glassbead Game dürfte den Meisten allerdings sauer aufstossen.
Dass die Platte Gastauftritte von Byron Davis (God Forbid), Benni Buss (Flowing Tears) und Geert Van der Velde (Miscreants / ex-Shai Hulud) verzeichnen kann, fällt schließlich auch nicht sonderlich ins Gewicht. Decisions ist solide Arbeit, aber definitiv kein Muss.