Was da aus Kopenhagen mit The Beatitude auf uns zu rollt kann man ruhigen Gewissens als ziemlich abgedreht und einzigartig bezeichnen. Fünf Musiker, die sich auch „…and the Bag of Cacophony“ in einem wilden Stilmix aus New Wave und rockig-poppigen Punk präsentieren, schicken sich an, sich aus dem dänischen Underground über ganz Europa zu erheben.
Die Chancen scheinen ganz gut zu stehen, denn zwar ist ihr Stil einerseits ziemlich crazy, verdreht und abgefahren, andererseits haben die insgesamt zwölf Songs einen Mördergroove und enormen Wiedererkennungswert. Beim Songwriting der Combo drängen sich musikalische Parallelen zu Bands wie den Pixies (denen man auch mit einem Cover von „Blown Away“ auf dieser Scheibe huldigt) und den B52s auf, zu letztgenannten allerdings eher in ihren wilderen Momenten. Nicht dass jetzt jemand auf die Idee käme, The Beatitude hätte irgendetwas vom Softpop solcher Hits wie „Loveshack“, „(Meet) The Flintstones“ und Co. Dafür gibt sich die Band einfach all zu oft kakophonisch, wie es der Albumtitel ja auch mehr als deutlich prophezeit, und auch der exzessive Einsatz einer schrägen elektrischen Violine, was der Band ein mehr als charakteristisches Trademark aufdrückt, ist unter dem Pop-Aspekt betrachtet sicherlich nicht das übliche Mittel zu kommerziellem Erfolg in der glatt gebügelten Strahlemann-Welt des Pop.
The Beatitude bieten sicherlich alles andere als leicht verdauliche Kost, aber das wird wohl auch kaum der Anspruch dieser Formation sein. Wer sich gerne mit schräger Musik, die nach voller Aufmerksamkeit des Hörers verlangt, auseinandersetzt und sich weiterhin für eine Mischung aus Wave und Punk begeistern kann, der ist bei „..and the Bag of Cacophony“ genau an der richtigen Adresse. 10 Punkte in den kakophonischen Sack!
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