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The Alan Parsons Project: The Turn Of A Friendly Card

(Sony BMG)

Autor: schlimm / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

„The Turn Of A Friendly Card“ war bereits das fünfte Album von The Alan Parsons Project und traf wohl damals den Nerv der Zeit und mauserte sich zum Millionenseller. Im Grunde ist alles wie gehabt. Die Scheibe besticht wieder durch jede Menge Bombast, Opulenz, ausgefeilte Arrangements , wunderbare Harmonien und natürlich durch die ein oder andere bezaubernde Melodie.

Dieses Album darf man durchaus als den vorläufigen Höhepunkt von The Alan Parsons Project bezeichnen. Mit den epischen Kompositionen konnte man den Olymp des Konzeptalbums erklimmen. Zudem warf die Scheibe mit „Games People Play“ einen kleinen Hit ab. Lyrisch befasste man sich mit dem Glücksspiel und welche Auswirkungen dieses auf die menschliche Psyche hat. „The Turn Of A Friendly Card“ hebt sich aus der Masse ähnlicher Alben deutlich hervor, besonders der Titeltrack besticht – ein epischer und genialer Song, der sich aus fünf Einzeltracks zusammensetzt.

Man muss an dieser Stelle auch mal die Mitstreiter an den Instrumenten hervorheben. Was Stuart Elliot, Ian Bairnson und David Patton leisten, ist schon aller Ehren wert. Eric Woolfson und Alan Parsons umgaben sich immer mit Könnern und so lässt sich die Platte auch heute noch hervorragend hören. Klangtechnisch war die Scheibe schon immer eine Offenbarung und ist es auch heute noch. Der gute Herr Pasons verstand halt sein Handwerk und auch, wenn viele seinem Bombastpop eher reserviert gegenüberstanden mussten alle doch sein Können an und hinter den Reglern anerkennen. Akustisch ist dies hier sicherlich ein absoluter Hochgenuss. Jedes Instrument ist detailliert auszumachen und fein austariert.

Natürlich bereichern in der Neuauflage auch wieder einige Bonustracks die Scheibe. Insgesamt dürfte dies aber nur für Beinhartfans interessant sein. Die Arbeits- und Demoversionen dürften für Neueinsteiger zunächst von untergeordnetem Interesse sein. Trotzdem sind die sieben(!) zusätzlichen Tracks eine nette Beigabe!

Fazit: „The Turn Of A Friendly Card“ hört man zwar das Entstehungsjahrzehnt musikalisch durchaus an, klanglich kann die Scheibe aber immer noch mit heutigen Produktionen mühelos mithalten! Das ist schon sehr erstaunlich, besonders, wenn man sich vor Augen hält, wie viele Jahre das Album nun schon auf dem Buckel hat. Für ihr Genre waren die Klangmeister sicherlich auch mit dieser Scheibe wegweisend – und sind es sogar heute noch!

http://www.the-alan-parsons-project.com/

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