1975 gründeten Alan Parsons und Eric Woolfson das Alan Parsons Project. Die beiden waren im Grunde auch die einzigen beiden Bandmitglieder, da sie lieber mit Gaststars zusammenarbeiteten. Puristen rümpften schon mal die Nase, aber im Grunde waren die beiden Klangmeister ihrer Zeit und ihren Kollegen immer mehrere Schritte voraus. Der außergewöhnliche Mix aus Synthesizern, Gitarrenmusik und einem echten Orchester machte den Sound ganz speziell. Nun kommen die Alben alle nach und nach in einer remasterten Version, jeweils angereichert mit jeder Menge Bonustracks, erneut auf den Markt.
Mit dem dritten Album „Pyramid“ legten die beiden Hauptprotagonisten ein Konzeptalbum um das Geheimnis der Welt der Pyramiden und alles Übersinnliche vor. Als Gastmusiker waren David Paton, Colin Blunstone und wie so oft John Miles mit dabei. Man darf diese Scheibe ohne Umschweife als ein Meisterwerk seiner Zeit bezeichnen, umso schöner ist es, dass diese nun noch mal überarbeitet und mit Bonustracks vorliegt.
„Pyramid“ vereinigt Klassik und Rock, Sinfonie und Elektronik. „Hyper Gamma Spaces“ zeigt die innovative Seite von The Alan Parsons Project, wohingegen „The Eagle Will Rise Again“ die eher balladeske Seite zeigt. Nah am Kitsch, trotzdem schön. Legendär in jeder Hinsicht ist der Albumopener „Voyager“ und „What Goes Up“. BAP dürften hier auch ganz genau hingehört haben, denn diese Klänge finden sich sogar bei der kölschen Band wieder. Ein perfekter Klang und ausgeklügelte Melodien präsentieren sich hier dem Zuhörer. Freilich muss man ein Faible für diesen Bombastpop haben, aber Freunde dieser Musikrichtung dürften auch heute noch ihre helle Freude an „Pyramid“ haben.
Aufgewertet wird die Scheibe durch jede Menge Bonustracks. Für Fans des Alan Parsons Projects ist dies sicherlich eine nette Beigabe und gibt Auskunft über den Entstehungsprozess. Alle anderen werden daran freilich kaum Interesse haben, aber als Beigabe sind diese sieben Songs auf jeden Fall eine nette Ergänzung:
Fazit: „Pyramid“ ist abermals ein sehr gelungenes Album von The Alan Parsons Project. Auch diese klanglich überarbeitete Version, angereichert mit Bonusmaterial, ist mal wieder eine Offenbarung. Für Genrefreunde und Fans ist eine Neuanschaffung unverzichtbar!