Inhalt: “Eigentlich ein ganz normaler Sommertag im Tenchi - Haushalt, bis Tenchi auf der Treppe des Tempels von einem etwa 14-jährigen Mädchen namens Mayuka angesprochen wird, das ihn als Vater bezeichnet. Die Mädchen des Tenchi - Haushalts reagieren darauf natürlich ziemlich schockiert. Eine Gen-Analyse bringt es an den Tag, Tenchi ist wirklich ihr Vater. Da außerdem kurz vor Mayukas Auftauchen das Raum-Zeit-Kontinuum erschüttert wurde liegt die Vermutung nahe, dass Mayuka Tenchis Tochter aus der Zukunft ist. Dabei stellt sich natürlich die Frage wer ihre Mutter ist. Und warum ist Mayuka überhaupt hier? Obwohl sie den Eindruck erweckt, sie könnte kein Wässerchen trüben, hat sie offenbar ein dunkles Geheimnis. Zwar bin ich inzwischen einigermaßen erfahren im Genre Anime, mit vorliegendem Film habe ich mich allerdings anfänglich doch noch ein bisschen schwer getan. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich hier gleich mit dem zweiten Film konfrontiert werde, ohne auch nur ansatzweise die Vorgeschichte zu kennen. So ist es dann auch gleich etwas verwirrend, Tenchi in einem Haus mit einigen leicht überdrehten Girls zu erleben, von denen man als Unwissender nicht gleich weiß, in welchem Verhältnis sie zum Hauptcharakter dieser Serie stehen, und vor allem warum sie in bestimmten Situationen emotional so reagieren, wie sie es eben tun. Auch die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Figuren prallen doch relativ überraschend auf den Zuschauer ohne ‚Tenchi’ – Vorbildung, weswegen einige Szenen im ersten Moment nicht so ganz nachzuvollziehen sind. Es empfiehlt sich also wahrscheinlich durchaus, sich erst mit den Anfängen dieser Story zu beschäftigen, bevor man sich dem zweiten – hier vorliegenden – Film widmet. Ist man aber erst einmal halbwegs in die Geschichte eingetaucht, so fühlt man sich doch relativ gefangen und auch auf amüsante Art unterhalten, vor allem wenn die versammelte Frauenschaft um Tenchi versucht, herauszufinden, wer wohl die zukünftige Mutter der gerade aufgetauchten 14-jährigen Tenchi – Tochter Mayuka ist. Allerdings fühlt man sich als erwachsener Mensch sicherlich an der ein oder anderen Stelle etwas genervt, weil die Akteure, wie bereits eingangs angedeutet, doch mehr als einmal zu übertriebenen und für die meisten Europäer schwer nachvollziehbaren Emotionsausbrüchen neigen. Für Kinder ist das sicherlich okay, als Erwachsener tut man sich etwas schwer, aber gut, wer als Erwachsener Animes guckt hat wenig Recht, sich zu beschweren. Ansonsten gibt es hier alles, was man auch sonst von Animes gewohnt ist, angefangen bei überbordendem Kitsch über große Gefühle, spannende Kämpfe, einen Schuss Mystik und die für mich nach wie vor sehr befremdlichen Anspielung auf die Sexualität der überwiegend arg minderjährigen Mädels bis hin zu dem obligatorischen Happy End. Fazit: Die „Tenchi Muyo“ Reihe baut sicherlich eine durchaus interessante Storyline auf, mit der man sich auf angenehme Art beschäftigen kann. Ob Tenchi und seine Freundinnen aber auf Dauer zu einer meiner Lieblingsreihen avancieren kann, wage ich im Moment noch zu bezweifeln, denn im direkten Vergleich kenne ich doch auf Anhieb 2 – 4 interessantere Reihen. Für Tenchi – Fans ist „The Daughter of Darkness“ sicherlich nicht zuletzt aufgrund der opulenten Ausstattung (Ton: deutsch / japanisch 5.1 und DTS / Bild 16:9 / einige Specials) ein Muss. Alle anderen sollten sich bei Interesse besser erst mal von den Basics her in diese Reihe einarbeiten oder andere Reihen, wie z.B. „Lain“, „Record of Lodoss War“, „Cowboy Bebop“ etc. antesten. 8 Punkte!
Rezensionen > Anime
Tenchi Muyo: The Movie 2: The Daughter of Darkness
(SPVision)
Autor: Katze / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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