In seiner Heimat auf den Faröer Inseln ist Teitur bereits ein wahrer Popheld und dementsprechend verkaufen sich dort auch die CDs des 31-jährigen Singer / Songwriter wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Mit seinem inzwischen bereits dritten Album „The Singer“ will der Mann auch bei uns zu einem ähnlichen Kassenschlager avancieren.
Ob ihm dies auf Anhieb gelingen wird, bleibt abzuwarten, denn musikalisch ist das Dargebotene doch eher auf einen sehr speziellen Geschmack zugeschnitten. Instrumental eher spartanisch Ausrichtung der Songs bietet lediglich einen Rahmen für den Geschichtenerzähler Teitur, der seine Stories allerdings oftmals in leicht schräg anmutenden Gesangslinien unters Volk bringt. Das hat mehrfach einen Gewissen Hauch von Bob Dylan in dessen anstrengenden Momenten, oder anders gesagt: Massenkompatibilität hört sich sicher leicht anders an. Aber man muss natürlich auch ganz klar sagen, dass Massenkompatibilität natürlich nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist. Und so wird sich Teitur sicherlich auch kaum grämen, mit seiner Musik eher spezielle Szenen als die Masse zu bedienen, denn er kann sich zumindest was musikalischen Anspruch betrifft entspannt zurück lehnen.
Fazit: „The Singer“ von Teitur ist alles andere als leichte Kost, wer aber auf gehörte Kurzgeschichten steht und die Muße hat, sich intensiv auch mal mit schrägeren minimalistischen Arrangements auseinander zu setzen, der sollte hier ruhig mal ein bis zwei Ohren riskieren. 8½ Punkte!
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