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Steve Winwood: Revolutions – The Very Best Of Tipp
(Universal)


Autor: schlimm / Kommentare: Bisher keine

Neulich ging man in einem Musikforum der Frage nach, ob die letzten Rockdinos aussterben und wie es denn heute mit der Musikwelt bestellt wäre. Fragen über Fragen, die natürlich nicht abschließend beantwortet werden können. Eins scheint aber gesichert: jede Generation hat ihr „früher war alles besser“ irgendwann derart verinnerlicht, dass alles Neue per se mit den alten Helden nicht mithalten kann. Steve Winwood gehört wohl definitiv in diese Kategorie und sein aktueller Tourpartner sowieso. Hierbei handelt es sich übrigens um keinen Geringeren wie Eric Clapton! Man muss sich ja auch nur mal die unglaubliche Liste an Klassikern angucken, die diese beiden Musiker der Welt geschenkt haben. Mit Blind Faith wurde sowieso schon Legendenstatus erreicht.

Steve Winwood war zeitlebens immer rast- und ruhelos und hat in verschiedenen Formationen seine musikalischen Spuren hinterlassen. Aber nicht nur da, denn auch auf Solopfaden war der Mann recht erfolgreich. Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass der Mann mehr als 50 Millionen Platten an die Frau und den Mann bringen konnte und sich zu einem der einflussreichsten Musiker der letzten 45 Jahre entwickelt hat.

Es stellt sich natürlich die Frage, ob man diese immens große und erfolgreiche Zeitspanne nun einfach auf eine schlichte CD packen kann. Obwohl, eigentlich stellt sich diese Frage eben nicht, denn es dürfte auf der Hand liegen, dass man eine derartige Karriere nicht mal eben auf eine CD packen kann. Das war aber auch nicht der Ansatz. Zudem wurde aber auch nicht schnell was zusammengeschustert, denn für das Tracklisting zeichnet sich Steve Winwood höchstpersönlich verantwortlich. Letztlich fanden sechzehn Songs aus fünf Jahrzehnten den Weg auf den Silberling.

Dabei ist natürlich alles von Rang und Namen. Wer kennt „Keep On Running“ der Spencer Davis Group nicht? Ein Klassiker, der sowohl bei der jüngeren Generation beliebt ist, wie natürlich auch bei all jenen, die damit aufgewachsen sind. Das gilt sicher auch für „Gimme Some Lovin´“ oder den Blind Faith Heuler „Can´t Find My Way Home“. Songs, die mittlerweile bekannter wie die Urheber sind. Die Solozeit von Winwood wird auch entsprechend gewürdigt. „Higher Love“ hat nicht nur einen Grammy gewonnen, sondern steht auch für die furchtbare 80er Jahre Phase. „Valerie“ ist ebenfalls aus diesem Jahrzehnt, dürfte durch die fürchterliche Neubearbeitung von Eric Prydz ja noch in bester Erinnerung sein. „Dirty City“ rundet schließlich dieses Album mit Eric Clapton an der Seite von Winwood ab.

Fazit: Steve Winwood hat die britische Musikgeschichte nachhaltig beeinflusst und somit gehört zumindest eine Werkschau von ihm in jede vernünftige Musiksammlung. Man sollte sich aber ernsthaft überlegen, ob man nicht direkt zur 4-CD-Deluxe-Box greift. Immerhin gibt es dieses Set des Wunderkinds für knapp 30 € (!!!). Ein 60-seitiges Buch gibt es zudem noch obendrauf. Insgesamt ist die Musik sowieso über jeden Zweifel erhaben!

http://www.stevewinwood.com/

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