Nach dem „Stranger Than Fiction“ Soundtrack sind Spoon nun schon im 13. Bandjahr tätig. Im schnelllebigen Musikzirkus ist das sicher schon mal eine Hausmarke. Viele Bands und Künstler sind gekommen und wieder von der Bildfläche verschwunden, Spoon sind immer noch da. Das musikalische Schaffen hatte immer wieder interessante Wendungen zu bieten, Stillstand gab und gibt es nicht. So soll es sein.
Nun also das Album mit den fünf GAs. Interessanter, ungewöhnlicher und sicher auch etwas exzentrischer Titel. Inspiriert wurde dieser übrigens vom Klavieranschlag des schönem „The Ghost Of You Lingers“. Ein Stück, welches in der Tat durch ein sich ständig wiederholendes Klavierthema besticht. Ein ganz einfaches Stilmittel erzielt hier ganz große Wirkung. Auch sonst beschränkt sich die Scheibe auf das Wesentliche. Das Ziel nie aus den Augen verlieren, volle Konzentration darauf und nur nicht ablenken lassen. Der rockig angehauchte Albumopener „Don´t Make Me A Target“ führt den Zuhörer da fast schon auf eine falsche Spur. Im weiteren Verlauf gibt es die bunte Palette des Indiepop zu hören, versehen mit einer Prise Soul. Bei „You Got YR. Cherry Bomb“ und „The Underdog“ gibt es fast schon Glam-Anleihen, da lugt Bowie doch auch mal ums Eck. Mit einer rührseligen Lässigkeit werden Songs wie „Don´t You Evah“ und „Rhythm and Soul“ vorgetragen. „Eddie´s Ragga“ gibt die Richtung ja schon im Titel vor, Ragga im Spoonstile. „My Little Japanese Cigarette Case“ trollt sich etwas düster angehaucht aus den Boxen, bevor es mit „Finer Feelings“ wieder etwas forscher zur Sache geht. „Black Like Me“ beendet die Platte dann fast schon ein Stückchen konfus.
Fazit: Mit „Ga Ga Ga Ga Ga“ hauen Spoon ein Werk mit großer Vielfalt raus. Wer immer auf der Suche nach etwas schrägeren Tönen ist, der sollte sich die Scheibe auf jeden Fall für seine Sammlung zulegen. Daumen hoch für schönsten Indiepop abseits des Mainstreams!