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Spock´s Beard: Live 2005 – Gluttons for Punishment

(Insideout /SPV)

Autor: Katze / Kommentare: Bisher keine

Bild von Spock´s Beard - Live 2005 – Gluttons for PunishmentNormalerweise sind ja Spock’s Beard eines der bevorzugten Themen des Kollegen Krüger, aber da der eh schon alle Studioalben sein eigen nennt, mich die Formation aber durchaus interessiert, ist der vorliegende Release für mich eine gute Möglichkeit, mir einmal einen umfassenden Überblick über das Schaffen der Herren zu verschaffen. Und umfassend gestaltet sich dieser Überblick in der Tat, denn wie es im Prog – Metier oft so Usus ist geizen auch Spock’s Beard auf ihrem Live Release nicht an Spielfreude und vor allem Spiellänge und bieten im Doppel – CD Format mit insgesamt 16 Titeln dem interessierten Hörer eine ganze Menge Material. Allerdings bietet das Material nicht unbedingt den ultimativen und best kalibrierten Querschnitt der bisherigen Veröffentlichungen der Truppe, denn man hat sich bei der Zusammenstellung der Setlist deutlich auf die Post Neil Morse Ära konzentriert (wenn man an dieser Stelle das Wort ‚beschränkt’ vermeiden möchte). Das finde ich persönlich als quasi Neuling etwas schade, aber dennoch kann man „Gluttons for Punishment“ im Großen und Ganzen immer noch als gelungen bezeichnen, denn für Fans der Truppe gibt es immer noch genug Schmankerl zu entdecken. So eröffnen die Bärte des Spock ihr Konzert mal ganz locker mit dem 7-Teiler „A Flash Before My Eyes“ ihres bislang letzten Werkes „Octane“ und haben damit die Spielzeit der ersten CD bis auf 2 Titel („Harm’s Way“ und „NWC“) schon fast komplett gefüllt. Auf CD 2 fröhnt man dann im Hause Spock’s Beard mit insgesamt 6 Nummern zwar ein paar Songs weniger als auf CD 1, dafür hat man hier aber einige der für diese Truppe und das Prog – Genre allgemein üblichen längeren Epen verewigt, was Fans von Songs der Marke „At The End of The Day“, “The Light” und Co definitiv freuen wird. Einziges Manko (so man es als solches ansieht) dieses Releases ist in meinen Augen der Punkt, dass zu keiner Möglichkeit wirklich ein richtiges Live-Feeling aufkommt, was zum einen daran liegt, dass Nick D’Virgilio und seine Mannen ihre Instrumente natürlich exzellent beherrschen, der Sound optimal abgemischt wurde und man von den Zuschauern in der Regel nur im Übergang zwischen 2 Stücken etwas mitbekommt (wohingegen sich die Tatsache, dass diese CD aus insgesamt 2 Shows zusammen geschnitten wurde eher nicht negativ bemerkbar macht). Ein bisserl mehr Live-Feeling hätte der Platte sicherlich gut getan, aber andererseits bekommt man so natürlich ein qualitativ recht hochwertiges Produkt angeboten. Es muss halt jeder für sich vor dem Kauf entscheiden, wo man für sich bei einem solchen Werk die Prioritäten setzt. Fazit: Auch ohne Neil Morse präsentieren sich Spock’s Beard auf „Gluttons for Punishment“ von ihrer Schokoladenseite. Für Fans der Combo sicherlich ein Muss, vor allem sicherlich wenn man auf den Shows in Aschaffenburg und / oder Karlsruhe dabei war, denn so was ist natürlich immer wieder ein nettes Andenken an solche Shows. Für Neueinsteiger ist dieses Werk vom bisherigen Material vielleicht ein bisschen zu wenig ausgewogen, aber dennoch für Prog-Fans immer noch extrem hörenswert, wenn man auf diese Ausgewogenheit nicht all zu viel Wert legt.

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