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Speedy Gonzales: Electric Stalker

(Metal Heaven / Soulfood)

Autor: Katze / Wertung: 7.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Speedy Gonzales - Electric StalkerManchmal frage ich mich echt, auf welchem Planeten ich in den letzten Jahren gelebt habe, denn immerhin suggerieren mir diverse Label immer wieder einmal, dass ich durchaus den ein oder anderen essentiellen Meilenstein der Musikgeschichte der letzten Jahrzehnte offenkundig verpennt haben muss. Aktueller Fall sollen die Schweden von Speedy Gonzales sein, die ein guter Anwärter auf den Titel „Band mit der kürzesten Bandhistory“ sind, da sie sich nach ihrer Gründung im Jahre 1990 bereits 1991 wieder auflösten. Immerhin schafften es Thomas Vikström und Tommy Denander in dieser Zeit ein 8 – Track Demo einzuspielen, und genau an diesem Punkt soll jetzt das Versäumnis meinerseits ins Spiel kommen. Denn genau dieses Demo soll seit Jahren als der Geheimtipp Nummer Eins in der Metal-Fangemeinde kursieren, was Grund genug für Metal Heaven war, denn vorgenannten Herren einen Plattendeal zwecks Re-Recording des alten Material anzubieten, was man dann im Hause Speedy Gonzales auch dankend annahm und mit tatkräftiger Unterstützung durch Marcel Jakob und Daniel Flores neben den Demo-Tracks auch gleich vier neue Nummern einzimmerte. Gut, damals hab ich diesen Meilenstein verpasst, jetzt kann ich mit vorliegendem Release meine Bildungslücke schließen. Bleibt die Frage, ob diese Bildungslücke wirklich so enorm war, oder ob ich weiterhin gut im Tal der Ahnungslosen hätte leben können. Meine persönliche Entscheidung tendiert stark zu letztgenanntem, denn zwar ist „Electric Stalker“ sicherlich ein nettes Album, das ein wenig nostalgische 80er Jahre Verklärtheit aufkommen lässt, aber damit hat es sich dann auch schon für mich. Aus dieser stilistischen Ecke habe ich nämlich schon mehr als ein gleichwertiges oder besseres Album im Regal stehen, so dass ich persönlich hier keine Sekunde über einen Erwerb dieser Scheibe nachdenken würde. Allerdings wäre es auch ungerecht, der Band jegliches Talent oder Können abzusprechen, denn das würde es wirklich nicht treffen. Der ein oder andere, der ein Faible für Old School Melodic Rock hat, könnte schon seinen Spaß an dieser Platte haben und sollte ruhig mal ein Ohr riskieren. Wer allerdings auf moderneren Rock steht, der auch mal die ein oder andere Überraschung bietet, der kann den Namen Speedy Gonzales sicherlich ruhigen Gewissens sofort wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis streichen, denn genau das bietet „Electric Stalker“ zu keinem Zeitpunkt. Fazit: Speedy Gonzales bieten mit „Electric Stalker“ für mein Dafürhalten arg biedere Kost, die ordentlich eingespielt wie in vorliegendem Falle sicherlich den ein oder anderen Liebhaber erreichen wird. Mich spricht die Nummer wie bereits angedeutet nur wenig bis gar nicht an, weswegen es mir schwerfällt, hier zu einer Punktwertung zu kommen. Ich denke für diese Musikrichtung kann man so objektiv wie möglich betrachtet 7 bis 8 Punkte vertreten… deswegen 7,5 von 12!

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