Vollidiot? Oliver Pocher spielt sich selber im Film nach dem gleichnamigen Buch von Tommy Jaud. Und der Soundtrack ist eine fade Brühe, mit widerlichen Markklösschen drin. Aber das Blau der Hülle weiß zu gefallen.
Ich kann nix dafür… geben Nena, Oliver Pocher und Stefan Remmler im ersten Song zu. Nur zu gerne glauben wir Nena dies. Aber Remmler, unser Stefan Remmler, Held des Dadaismus und Minimalismus, der die Neue Deutsche Welle auch noch im neuen Jahrtausend aktuell klingen lassen kann, warum lässt der sich zu solch einer beschissenen Version des Peter, Bjorn und John Hits Young folks hinreißen? Zahlt dem Mann eine ordentliche Rente, dann lässt er solch Unfug zukünftig bleiben.
Und Nena? Die haut die nächste Kerbe in ihr eigenes Denkmal, aast an ihrer eigenen Leiche, indem sie eine Bums-Version ihres Klassikers Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann einstreut. Als sechstes Stück. Schade eigentlich, denn man hatte sich vom ersten Schreck mittels Eric Prydz, Djuma Soundsystem, Seeed und Die Fantastischen Vier schon wieder erholt.
Der Rest ist ein Various Artist Albtraum, dessen schlimmste Höllenkreatur Klee mit Dieser Fehler sind. Aa-Pop aus deutschen Landen, der dreist dem Tiger Tom Jones auf seine Delilah scheißt. Aus diesem Dilemma führt auch Jose Gonzalez mit dem schönen Heartbeats nicht mehr raus. Trotz Pocher kann der Film eigentlich nur besser sein.