Die Hamburger [soon] konnten mit vorliegendem Debüt End isolation vor Allem in der nationalen Presse hohe Wertungen einfahren. Für eine junge Band, die sich am inzwischen reichlich ausgelutschten Dark Rock Genre versucht, sicherlich eine großer Achtungserfolg. Wesentlich verantwortlich für diesen Erfolg dürfte zum einen die homogene Verbindung von Wave, Electro und Modern Rock sein, zum anderen das elegante Organ von Sänger Eric. Und so wandern Songs wie der Opener All I wanted oder das mit Slap Bass initiierte Wounds schnell ins Ohr.
Trotz des beachtlichen Potentials verliert die Scheibe aber gerade nach Hinten hinaus etwas an Saft. Gründe hierfür sind zum einen das konstante Niveau, zum anderen aber auch die Scheu, wirklich einmal etwas in den Songs zu wagen. Man hält sich und die Lieder selbst im Zaum, bricht höchstens beim dritten Song Buried ein wenig im Refrain aus. Aber zu einem richtigen Sprung über den selbstgezogenen Graben kommt es nicht. Das macht End Isolation trotz der unverkennbaren Hitqualitäten auch etwas ermüdend. Dennoch: Daumen hoch.