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Sofia: Search & Destroy

(Wild Kingdom/Rough Trade)

Autor: schlimm / Wertung: 8 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Ein Album voll mit Coverversionen ist ja nun nicht gerade eine neue und bahnbrechende Idee und auf den ersten Blick auch nicht besonders spannend und innovativ. „Search & Destroy“ ist so eine Scheibe. Die dort enthaltenen zwölf Tracks hat jeder Rockfan mehr oder weniger im Gedächtnis verankert und die ein oder andere Nummer sicherlich auch in der privaten Sammlung stehen. Trotzdem ist das hier alles andere als eine simpel,  nachgespielte Geschichte.

Die einzelnen Songs kann man nur noch anhand des Textes erkennen – und wirklich auch nur daran. Was Sofia Allard und die schwedische Produzentenlegende Carl-Michael Herlöfsson auf „Search & Destroy“ veranstalten hat man so noch nicht gehört. Wo sich sonst mehr oder weniger gestandene Kerle durch Rocksongs bellen, vernimmt man nun als Hörer eine liebliche Frauenstimme. Die musikalische Umsetzung, im oftmals elektronischen Gewand, umschmeichelt ebenfalls die Gehörgänge. Hat man schon mal eine organischere Version von „I Wanna Be Your Boyfriend“ gehört? Wo sich sonst Iggy Pop durch „Search & Destroy“ scheppert, erklingen nun sphärische, melancholische Klänge. Ganz großes Kopfkino! „No One Knows“ von den Queens Of The Stone Age dürfte selbst Herrn Homme verzücken. Die Nummer bekommt so ein ganz andere, spannende Note verpasst. „Heart Shaped Box“ mit Trompete und Piano schält sich ganz langsam aus den Boxen und ist mit seiner tieftraurigen Interpretation ebenso intensiv wie das Original. Den Songs der Ramones, Sex Pistols, Thin Lizzy und und und steht dieses neue Gewand ausgesprochen gut und macht aus einem Coveralbum ein eigenständiges Werk.

Fazit: „Search & Destroy“ von Sofia ist endlich mal ein Album mit Coverversion, welches richtig spannend und aufregend ausgefallen ist. Eine Frauenstimme, mit sphärischen und zum Teil völlig neuen Arrangements versehen, hebt die Geschichte deutlich von ähnlich gelagerten Alben ab. Die Scheibe stellt eins aber auch eindrucksvoll unter Beweis – die Songs sind einfach Monumente der Rockgeschichte und nicht klein zu kriegen.

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