Im Jahre 2000 gegründet, nach etlichen Bandcontests (von denen man einige recht erfolgreich absolvieren konnte, und mit Produzent Frank Bornemann (u.a. Guano Apes) im Kreuz präsentiert sich die Pforzheimer Formation Slave dieser Tage mit ihrem Debut „Sacrificed Queen“.
Was sich auf den ersten Blick nach Heavy Metal oder mindestens Hard Rock anhört entpuppt sich letzten Endes als honigsüßer Pop-Rock, bei dem zumindest ich sehr lange Zähne bekomme, wie man in meiner niederrheinischen Heimat zu sagen pflegt. Mit einer zugegeben erstklassigen und druckvollen Produktion wirft man hier insgesamt zwölf recht wenig orginelle Pop-Kamellen ins Volk, die zwar in den Ohren nicht sonderlich weh tun, aber andererseits auch so wenig Biss haben, dass sie es nicht schaffen, sich in den Gehörgängen fest zu krallen. Vom Songwriting her hat man Mucke dieser Art schon von hunderten von Schulcombos in ähnlicher Form gehört und es fehlt zumindest mir der Glaube, dass den Herrschaften mit diesen Nummern der ganz große Wurf gelingen wird. Aber gut, meine Meinung ist nicht der absolute Maßstab für kommerziellen Erfolg. Letzteren würde ich den Pforzheimern nämlich durchaus gönnen, denn man merkt dem Werk auf jeden Fall irgendwo an, dass die Jungs mit ordentlich Herzblut bei der Sache sind.
Fazit: Eine schöne Verpackung, ein amtlicher Sound aber wenig Originelles und ein bisserl zu viel Weichgespültes, das alles findet sich auf „Sacrificed Queen“ von Slave. Wer’s gerne ein mal kantig und tough rockend mag, der wird hier eher wenig finden, was sein Herz begehrt. Wer allerdings auf süßen Teenie-Pop-Rock steht, der darf hier gerne mal ein Ohr riskieren. Für mich ist die Scheibe relatives Mittelmaß, deswegen 6 Punkte!
Homepage Slave
Furchtbarer Teenie-Rock, man muss sich nur mal die Homepage anschauen….Schweinchenrosa mit Schmetterlingen.*würg*
Schwiegermamarock vom Feinsten.
Meine Herrn das gibt eine 4- ( wohlwollend)
Comment by Axel — March 5, 2008 @ 1:15 pm
Etwas belangloser Mutti-Pop-Rock, ganz nett……
Ganz nett,
damit kann man die Songs die man bis jetzt gehört hat zusammen fassen.
Alles bewegt sich im poppigen Rockmittelfeld. Glättgebügelt, etwas belanglose Texte mit sehr deutschem Akzent. Nicht richtig schlecht aber auch leider etwas zu durchschnittlich. Immer dasselbe Tempo (gefühlt) ähnliche Strukturen treffen auf einfallslose Texte die man auch bei Schulbands hört ABER he die Jungs sind wohl schon mindestens 6 Jahre am Start…. da kann man mehr erwarten.
Leider fehlt mir der “Mitreiss-Faktor”
Somit kann man als Fazit ziehen:
Schwiegemama-Rock ala´Bon Jovi. Tut keinem weh und ist schnell wieder vergessen…..
Und es zeigt sich dass ein namhafter Produzent nicht unbedingt ein Garant für ein gutes Album ist. Die guten Zeiten des FB liegen auch schon lange zurück, diese Produktion jedenfalls ist so flach wie mein Fernseher …..
Bye bye
Comment by Kai — March 6, 2008 @ 10:51 am
Ne gute Rockplatte.
Klar, Geschmäcker sind verschieden und mit diesem Album werden die Jungens von Slave nicht nur umjubelt. Trotz Allem muss ich sagen, dass “Sacrificed Queen” seinen festen Platz in meinem CD Regal, sowie den persönlichen Wohnzimmer-Airplay Charts, eingenommen hat. Schwiegermama Rock? NEIN. Ein “Feel - Good - Album”? Ja.
Die Scheibe geht runter wie Öl. Die Songs sind gut ausgearbeitet und toll produziert. Ok, hochkomplizierte Instrumentallparts sind hier Fehlanzeige aber die vermisst man auch nicht.
Zur Homepage: Hätte ich so nicht erwartet war dafür umso mehr überrascht. Muss man auch erstmal die Eier dafür haben, sich, mit dem Namen Slave, auf Rosa einzulassen.
Anhören, seine Meinung bilden und Kaufen. Da macht man nichts falsch.
Anspieltips: Sacrificed Queen, Starshine Child, If You Like That, You and Me.
Comment by Tommy — March 9, 2008 @ 3:32 pm
Hammergeiles Album!!!!!!!
Comment by Anja — March 10, 2008 @ 6:29 pm
alles in allem wird wohl ein bischen viel wind um nichts gemacht.
die songs sind ok, nichs neues. nett anzuhören und ganz ehrlich gesagt ein bischen pomadig.
den rock´n´roll haben die jungs echt nicht gepachtet.
für die die “wattepläuschchenrock” mögen aber definitiv eine empfehlung.
und so muss es auch sein.
für jeden geschmack und jedes publikum etwas.aber dass die platte bei “richtigen” rockfans wohl auf wenig gegenliebe stößt hätte eigentlich klar sein müssen, deswegen verstehe ich nicht wie man die cd dann an solche magazine schickt.
trotzdem hat auch diese band ihre daseinsberechtigung. es kann eben nicht nur böse rocker geben sondern auch die lieben buben die schöne mukke trällern.
also lasst sie mal machen
ciao
Comment by rene — March 16, 2008 @ 3:00 am
Tschuldigung Rene, ich verstehe grade deine Aussage “…dass die platte bei “richtigen” rockfans wohl auf wenig gegenliebe stößt hätte eigentlich klar sein müssen, deswegen verstehe ich nicht wie man die cd dann an solche magazine schickt…” nicht so wirklich.
Wir vom SoundBase verstehen unser Magazin eigentlich so, dass wir nicht nur ein Spartenpublikum mit Informationen bedienen wollen, sondern tatsächlich für jeden Geschmack etwas bieten.
Bzgl. Slave verhält es sich für meinen Geschmack einfach so, dass die Jungs in ihrem Bereich eben nur Mittelmäßiges bieten, denn gerade auf dem Sektor gibt es eine große Menge Acts, die einfach griffigere und eingängigeres Material produzieren. Dennoch (und so habe ich es ja auch geschrieben) kann man der Band einen guten Sound, nette Mucke und durchaus auch ihre Daseinsberechtigung attestieren…allerdings muss man sich bei den CD Preisen halt auch überlegen, in welches Produkt man sein Geld investiert, wenn man auf diese Art der Musik steht (das verhält sich bei “richtiger” Rockmusik auch nicht anders) und wenn dieser Stil meine Baustelle wäre, dann würde ich persönlich mir lieber eine CD von Juli, Silbermond und meinethalben auch Tokyo Hotel kaufen, bevor ich hierfür meine Euronen über den Tresen im Kaufmannsladen schiebe
Liebe Grüße
Katze
Comment by Katze — March 16, 2008 @ 11:38 am
@katze:
so ähnlich wollte ich es auch rüberbringen, ist mir wohl nicht ganz gelungen
jemand der diese musik für sich als “richtige” rockmusik empfindet wird wie du sagst zu anderen acts greifen, da slave leider zu sehr 08/15 songwriting betreiben, meiner meinung nach.
über eines können die jungs sich auf jeden fall freuen: sie polarisieren.
hoffen wir dass die jungs beim nächsten album mehr mut zeigen ohne dabei ihren stil zu verraten.
viele grüße
Comment by rene — March 17, 2008 @ 10:29 am
Hi Rene, kein Problem… jetzt hab ich’s verstanden
Ja, ich denke auch, dass die Truppe polarisieren wird und wie auch schon gesagt, die betreiben die Mucke anscheinend ernsthaft mit einer Menge Engagement…von daher würde ich ihnen ihren Erfolg ja auch durchaus gönnen… denke auch, dass mehr in denen steckt, wenn die mal ein bisken mehr wagen
Katze
Comment by Katze — March 17, 2008 @ 11:16 pm
Musik geht klar. Mir gefallen melodiöse Hardrocksongs. Allerdings muss ich ganz klar sagen dass die Verpackung schon sehr “schwülstig” ist.
Poprock ist super, aber gleich mit rosa Schmetterlingen aufzufahren ist selbst für meinen Geschmack zu tuntig.
Tschau
Comment by Andi — March 18, 2008 @ 2:23 pm