Inhalt : Ein Blick in die Vergangenheit von Sherlock Holmes und Dr. Watson: Bei der Wohnungssuche lernen sich Holmes und Watson kennen und beziehen gemeinsam das berühmte Apartment in der Baker Street 221B. Holmes scheint zunächst ein ruhiger Hausgenosse zu sein, aber als Scotland Yard ihn in einem äußerst rätselhaften Mordfall um Hilfe bittet, entdeckt Watson, dass sein neuer Freund einige ungewöhnliche Fähigkeiten besitzt. Und schon befindet er sich mitten im ersten der vielen Abenteuer, die er gemeinsam mit Sherlock Holmes noch erleben wird.
Kritik: Mit einigen Längen zelebriert man in dieser Folge das Besondere. Denn in Eine Studie in Scharlachrot lernen sich Sherlock Holmes und Dr. Watson erst kennen. Watson, der als Invalide aus dem Afghanistankrieg zurückkehrt und nur wenig staatliche Unterstützung bekommt, sucht einen Mitbewohner für seine WG. Ein gemeinsamer Bekannter stellt Watson und Holmes, der ebenfalls auf der Suche nach einem WG-Genossen ist, vor. Kurze Zeit später beziehen sie gemeinsam die Wohnung in der Bakerstreet. Schon vorher wurde Watson über die Eigenarten des eigenbrötlerischen Holmes aufgeklärt, doch als Holmes einen Artikel in der Zeitung über Deduktion veröffentlicht, will Watson eine Kostprobe des beratenden Detektivs. So bezeichnet Holmes seine Tätigkeit, da er Scotland Yard in besonders kniffligen Fällen berät. Die Kostprobe gelingt, Watson ist verblüfft und kurze Zeit später stolpern die Beiden schon in ihren ersten Fall: ein Mord.
Ja, die Geschichte hat schon ihre Längen. Und damit ist nicht unbedingt die Vorgeschichte gemeint, die uns das Entstehen der Bakerstreet-Wohngemeinschaft näher bringt, sondern es ist der Fall um den Rachemord selber. Das Problem ist einfach zu benennen: Dem Hörer wird keine Mitratemöglichkeit geboten. Und schließlich bekommt man einfach den Mörder präsentiert, ohne dass man den Hauch einer Chance gehabt hätte, ihn selbst zu nennen. Als Hörer ist man nicht wirklich Teil dieses Falls – und dies zieht langweilige Momente mit sich.
Dafür weiß die Kulisse diesmal zu gefallen. Das viktorianische London findet eine gute Schilderung. Und die kann selbst Volker Brandt als Inspektor Lestrade nicht gefährden. Er ist diesmal zumindest zu Beginn der Geschichte durchaus glaubwürdig. Eine wirklich tolle Leistung bietet aber Torsten Münchow als Jefferson Hope. Er verleiht der Tragik dieser Figur glaubhaften Ausdruck.
Der Fall selber ist also eher mau, die erste Begegnung der beiden Hauptcharaktere unterhaltsam, die Produktion ansprechend und das Ende dank Torsten Münchow durchaus zu fühlen.
Surftipps:
www.maritim-produktionen.de
www.clh-board.net