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Rumer: Seasons Of My Soul
(Warner)


Autor: schlimm / Wertung: 9 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Ach Gottchen, da haben die Briten mal wieder die heißestes Sensation seit Amy Winehouse gefunden. Mindestens! Man erzählt sich über die britischer Songwriterin Rumer wahre Wunderdinge. Vom hellsten musikalischen Stern seit Erfindung der Musik ist da die Rede. Elton John hofiert sie. Burt Bacharach fährt voll auf sie ab und Jools Holland lobt sie sowieso über den bekannten grünen Klee. Was ist da los? „Seasons Of My Soul“ ist los! Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

„Seasons Of My Soul“ ist herrlich unspektakulär. Vielleicht ist dies genau das Geheimnis der Scheibe und des Erfolgs! Soulig sind die Songs durchaus. Es gibt auch eine Prise Singer/Sonwriter auf die Ohren. In erster Linie ist „Seasons Of My Soul“ aber Easy Listening! Keine Sorge, das wird hier ausdrücklich nicht als Schimpfwort gebraucht – jedenfalls nicht in Bezug auf Rumer! Ja, man kann das in einer Bar als Hintergrundbeschallung laufen lassen. Vielleicht eignet sich das Album sogar für die Aufzüge und Bügeltische dieser Welt. „Seasons Of My Soul“ ist herrlich unaufdringlich. Und genau das ist die Stärke! Ehe man sich versieht, hat man die Scheibe derart in sein Herz geschlossen, dass man über sich selbst nur staunen kann.

Die Arrangements sind einfach hinreißend, dazu diese warme Instrumentierung und Stimme – famos. Wärme ist überhaupt das Stichwort für dieses Album. Wie die allerliebste Kuscheldecke wird man von diesen elf kleinen Songs eingehüllt. Man fühtl sich einfach wohl und bei Rumer gut aufgehoben. Dezente Jazz-Anleihen erinnern gar an eine Norah Jones. Anderes wiederum kommt ganz in der Tradition einer Aimee Mann um die Ecke. Manch einer wird von belanglosen Songs sprechen. Das mag auf den ersten Blick stimmen. Es wäre aber sehr schade, wenn man nicht die Ausdauer für einen zweiten und dritten Durchgang hätte. Gerade in den ganz stillen Momenten entfaltet das Album nämlich eine ungeheure Sogkraft.

Fazit: Rumer ist irgendwie anders. Ihre Musik entspricht so überhaupt nicht dem Zeitgeist und hat weder etwas mit den Popsternchen dieser Welt zu tun, noch mit Duffy, Amy Winehouse und Konsorten. Und doch macht sie auch irgendwie 70er Soul und dann auch wieder nicht. „Seasons Of My Soul“ beherbergt eine ganze Menge Easy Listening. Diese Platte strahlt sehr viel Wärme aus und passt quasi perfekt zum bald beginnenden Frühling!

http://www.rumer.co.uk/

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