Das Album „Das große Leben“ von Rosenstolz wirft mit „Aus Liebe Wollt Ich Alles Wissen“ nun schon die fünfte Single ab! Diesmal handelt es sich aber nicht einfach um eine weitere Auskopplung aus einem Hitalbum, sondern um ein ganz persönliches Anliegen von AnNa und Peter. Die beiden engagieren sich nun schon seit sehr vielen Jahren aktiv im Kampf gegen HIV und AIDS. Die vorliegende Single ist den beiden eine Herzensangelegenheit und folgerichtig wird das Teil als Benefiz Single zugunsten der deutschen Aids Stiftung veröffentlicht. Die kompletten Einnahmen werden übrigens gespendet! Zusätzlich werden die beiden noch am 18. Juni ein einmaliges Benefiz-Konzert in der Berliner Columbiahalle geben. Der Start des Ticketvorverkaufs wird demnächst auf der Rosenstolz Homepage bekannt gegeben.
Musikalisch fahren AnNa und Peter hier mal wieder die ganz großen Gefühle auf. „Aus Liebe Wollt Ich Alles Wissen“ startet ruhig und bedächtig. Die vertraute weibliche Stimme schält sich ganz langsam aus den Boxen, bevor die ganz großen Emotionen angeschmissen werden. Rosenstolz scheinen Songs mit eingebauter Gänsehautgarantie schreiben zu können. Danach gibt es mit der Garagen Version von „Ich geh in Flammen auf“ aus dem Jahre 2004 einen ganz anderen, rockigen Blickwinkel auf den Überhit. In diesem Gewand kriegt der Song noch mal eine ganz andere Wendung. Mir persönlich gefällt dieser Vortrag wesentlich besser als die bekannte Version des Radios. Als drittes Schmankerl gibt es das bereits bekannte „Wenn Du Nicht Mehr Da Bist (August)“ aus dem 99er Album „Zuckerschlampen Live“. Auch die Demo-Version von „Aus Liebe Wollt Ich Alles Wissen (Du Machst Mich Krank)“ aus dem Jahre 2005 überzeugt, ist anders als die endgültige Version, aber genauso gut. Mit „Paff, der Zauberdrachen“ gibt es dann noch eine sehr feine B-Seite der Single „Es könnt ein Anfang sein“.
Fazit: Musikalisch ist die Single mit insgesamt 5 Songs eine richtig runde Sache. Dazu dann noch der Anlass, da gibt es eigentlich nichts mehr groß zu überlegen. Liebe Leute, kauft diese Single! Besser kann man für relativ kleines Geld sicher nicht in Musik investieren und gleichzeitig ein mehr als guten Zweck unterstützen.