header photo

Sound Base

Online Magazin

Ronin: L´Ultimo Re


Autor: schlimm / Wertung: 7 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

roninRonin ist in erster Linie das Projekt von Bruno Dorella. Zwar hat die Bandbesetzung mit Nicola Ratti, Chet Martino und Enzo Rotondaro einen festen Stamm, aber Platz für Gastmusiker ist noch reichlich vorhanden. So darf man auf „L´Ultimo Re“ auf eine reichhaltige Instrumentierung hoffen. Mit Bruoo Dorella hat sich der vielleicht wichtigste italienische Indiemusiker der Sache angenommen und die verschiedenen Musiker unter einen Hut gebracht.

Herausgekommen ist ein breites Stilspektrum. Im weitesten Sinne machen Ronin Postrock. Minutenlange Songaufbauten machen den Titeltrack zu einem Höhepunkt. Andere Songs klingen hingegen recht konventionell und beliebig. Das ist dann leider auch das Problem, da das Album dann schnell in Richtung Langeweile abdriftet. Und dann gibt noch so großartige Songs wie „Meandro“ oder „Venga La Guerra“, die wie für einen Tarantino Film gemacht sind. Dass man es hier mit Musikern zu tun hat, die diesen Namen auch wirklich verdienen, braucht man bei der Zusammensetzung nicht mehr extra zu erwähnen. In dieser Hinsicht ist das Album einfach eine kleine Offenbarung und wunderbar auf den Punkt gebracht.

Fazit: Ronin legen hier ein Album mit Licht und Schatten vor. Immer dann, wenn sich gerade gepflegte Langeweile breit machen will, lauert aber irgendwo eine Idee, die diese Scheibe dann doch wieder interessant erscheinen lässt. Von der musikalischen Umsetzung ist „L´Ultimo Re“ sowieso über jeden Zweifel erhaben.

Hinterlasse eine Antwort

Aktuelle Artikel