Wenn schon aus dem Hause Genesis seit Jahren kein wirkliches Lebenszeichen mehr kommt, so darf man sich dieser Tage zumindest mal wieder über altes Material in frischem Gewand freuen. Rewiring Genesis nennt sich die Truppe, die es sich unter der Führung von Schlagzeuger Nick D’Virgilio, der immerhin bei Genesis schon mal 1997 auf „Calling All Stations“ die Kessel rühren durfte, zur Aufgabe gemacht hat, das 1974er Werk der Herren Banks, Collins, Gabriel, Hackett und Rutherford „The Lamb Lies Down on Broadway“ in neuem Glanz und Gloria erstrahlen zu lassen.
Für diese Aufgabe konnte sich D’Virgilio unter anderem die Unterstützung von Dave Martin, Jeff Taylor und Don Carr sichern, keine schlechte Truppe, wie man am Ergebnis hören kann. Sicherlich hilft es, dass das Songmaterial an sich natürlich schon über jeden Zweifel erhaben und musikalisch erstklassig ist, aber auch bei gutem Material muss man erst einmal selber in der Lage sein, dies auch spiel- und produktionstechnisch gut umzusetzen. Aber genau das ist Rewiring Genesis deutlich gelungen und so kommen die auf diesem Album versammelten Klassiker wie beispielsweise der Titelsong „The Lamb Lies Down on Broadway“, „Lilywhite Lilith“, „The Carpet Crawlers“ und Co locker mit reichlich Druck aus der Hüfte geschossen und lassen selbst eingefleischte Genesis Fans ganz neue Facetten an dem Kultalbum entdecken.
Fazit: Keine schlechte Idee, einem Klassiker wie „The Lamb Lies Down on Broadway“ und Genesis in dieser Form zu huldigen und dieses Teil vielleicht damit auch einem jüngeren Publikum in den Aufmerksamkeitsradius zu rücken. Mal sehen, ob die Herren D’Virgilio und Co auch in Zukunft noch andere Klassiker ‚Rewirern’… wenn dies immer so gelungen rüberkommt, hätte ich da so ein paar Wunschalben auf Lager
Hörenswert!
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