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Ray Wilson: Live
(Insideout / SPV)


Autor: Katze / Kommentare: Bisher keine

Bild von Ray Wilson - LiveDass ich Ray Wilson für einen großartigen Künstler halte, dürfte sich inzwischen genauso herumgesprochen haben wie die Tatsache, dass ich seine Platten – sei es unter eigenem Banner oder fremder Flagge – liebe. Aber egal, wie cool man seine Studioalben findet, seine ganze Stärke entfaltet der sympathische Schotte immer noch auf der Bühne. Wer bisher noch nicht das Vergnügen hatte, Ray Wilson live in Aktion zu erleben, der kann sich jetzt Dank vorliegenden Releases wenigstens mal ansatzweise ein Bild davon machen. Anlässlich seines Abschiedes von seinem bisherigen Label Insideout veröffentlicht er nämlich – wie es sich allgemein eingebürgert hat – ein Live-Album. Was allerdings oftmals ein bisserl wie Ausverkauf deucht macht hier schon durchaus Sinn, denn bisher gab es von Wilson ja nur das „Live & Acoustic“ Album, das zwar unglaublich stark rüberkommt, aber den Guten dem Titel entsprechend mehr oder weniger minimalistisch Solo präsentiert und nichts von dem offenbart, was Wilson zusammen mit seinem Bruder Steve und anderen Mitstreitern als volle Band zu bieten in der Lage ist. Auf dem schlicht mit „Live“ betitelten Album dagegen kann man sich gerade davon doch ein sehr ausführliches Bild machen, ausführlich vor allem deswegen, weil dieses Teilchen in Doppel-CD Länge daherkommt. Und diese beiden CDs benötigen Wilson und Co auch, denn ihre Shows knacken in aller Regel ganz locker die 2 Stunden Marke. Der Vorteil der Spiellänge liegt auf der Hand: es wird ein wirklich umfangreicher Querschnitt durch das bisherige Schaffen geboten, denn die insgesamt 32 Titel überstreichen so ziemlich jede Station in Wilson’s Leben, was vor allem Genesis Fans freuen wird, denn mit z.B. „Carpet Crawlers“, „Follow You Follow Me“, „I Can’t Dance“, „No Son of Mine“, etc. wird aus dieser Ära reichlich Material geboten. Aber auch seine Zeit mit Stiltskin bleibt nicht unerwähnt, da „Inside“ per se zum Standardprogramm gehört. Aber auch für die, die an der Vorgeschichte nicht so interessiert sind und ihren Fokus eher auf die letzten beiden Solo-Alben legen, steht auf „Live“ reichlich Material bereit. Fazit: „Live“ ist definitiv ein Album zum immer wieder hören und für Ray Wilson Fans sicherlich genauso empfehlenswert wie für alle diejenigen, die den Schotten bisher ignoriert haben und sich jetzt vielleicht doch dazu durchringen wollen, ihn und seine Musik kennen zu lernen.

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