Raunchy sind Dänemarks Vorzeigeband im Bereich Melodic-Disco-Death-Metal. Und auch auf Wasteland Discotheque bleibt die Band sich treu, mischt modernen nordischen Death der Marke In Flames und Soilwork mit zuckersüßen, manchmal hart an der Kitschgrenze agierenden Refrains, die neben Popeinflüssen auch Vorbilder wie Faith No More oder Devin Townsend durchscheinen lassen. Der Spagat zwischen den Extremen gelingt Raunchy inzwischen beachtlich gut, so dass der Übergang zwischen Krach, Kuschel und Tanzfläche nicht mehr gezwungen sondern homogen daherkommt. Als besonders gelungene Beispiele kann man die vierte Nummer Warriors, das hitverdächtige A heavy burden oder die nicht unbedingt originelle, aber mitreißende Coverversion Somebody’s watching me nennen. Dass Raunchy aber auch immer noch einfach nur guten Melodic Death ohne Schmus schreiben können, belegen sie u.a. mit Nummern wie Welcome to the storm. So lässt sich Wasteland Discotheque selbst bei Melodic Death Übersättigung noch gut hören…
Raunchy: Wasteland Discotheque TIPP
(Lifeforce Records)
Autor: DJ / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
