Was haben folgende Bands und Künstler gemeinsam: Red Hot Chilli Peppers, Die erste allgemeine Verunsicherung, Seeed, Mr. Bungle, Die fantastischen Vier, Napalm Death, Knorkator, Hubert von Goisern, Portishead, Beck und Otto? Nichts?! Doch, sie alle finden sich irgendwie in der Musik von Rainer von Vielen wieder. Der dreht die genannten Einflüsse einmal lustig durch den Fleischwolf und lässt sie als erschreckendes Multi-Musik-Monster auf den Hörer los. Der bekommt beim Opener Neu definieren schon Volksmusik, Ragga, Grindcore und Kinderchor um die Ohren gehauen, dass er erschrocken vor der Anlage zurückweicht. Im Verlauf der Platte weicht dieses Entsetzen einem Erstaunen und geht schließlich in Wohlbehagen und Faszination über. Denn auch wenn Rainer von Vielen großes Risiko auf Kauz gehen, so schaffen sie es doch, nachvollziehbar und im Rahmen ihrer Musik eingängig zu bleiben, d.h. Kauz ist zwar kauzig, aber nicht chaotisch, eher witzig und nicht beängstigend. Summa summarum: hörenswert. Wer auf etwas andere Musik steht, sollte einmal reinhören.
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Rainer von Vielen: Kauz
(Motor)
Autor: DJ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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