Instrumental-Musik. Sphärische Synthie-Sounds. Ein paar jazzige Gitarren. Ein ganz lieb umherpurzelnder Bass. Und nun? Um eines direkt mal vorwegzunehmen: Radar fabrizieren auf ihrer Platte „Rollsplit“ ordentliche Musik, die sogar eine Hörprobe außerhalb von Fahrstühlen rechtfertigt. Ein Song wie „Hometrainer“ treibt richtig schick nach vorne.
Was aber genau ist das jetzt für eine Mucke? Von Postrock ist woanders die Rede und von Krautrock. Keine Ahnung, ob das die richtige Entsprechung ist. Für mich fehlt der Krach, um diesen Stempel zu rechtfertigen. Eine Schublade habe ich für Radar allerdings auch nicht parat. Ich bin ein wenig ratlos. Mich erinnert dieser Mix an eine Überschneidung von Rock, Jazz und Atari ST. Wem genau ich die Platte ans Herz legen soll, weiß ich ebenfalls nicht.