Na das Glück währte ja nicht gerade lange. Da konnte die amerikanisch / dänische Power Metal Combo Pyramaze Ende 2006 nach dem Weggang von Sänger Lance King den des Metal und Iced Earth müden Matthew Barlow in die eigenen Reihen holen und mit diesem sogar ein neues – das dritte – Album einhämmern, und jetzt steht man doch wieder ziemlich bedröppelt da, weil eben jener seine alte Liebe zu Jon Schaffer neu entfacht hat.
Dennoch entschloss man sich „Immortal“ auf den Markt zu bringen, denn schaden kann dies mit einem solchen Hochkaräter am Mikro nicht, auch wenn man die Songs voraussichtlich live nie in dieser Besetzung den Fans produzieren kann. So sehen die Fans der Truppe das Ganze sicherlich mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge, denn Matt’s Stimme setzt dem wuchtig – bombastischen Material der Mannen um Michael Kammeyer das berühmte i-Tüpfelchen auf. Matthew Barlow hat halt einfach eine Hammerstimme mit enormen Wiedererkennungswert, und auch mir gefällt auf „Immortal“ der Gesang wieder ausgesprochen gut, nachdem mir der Mann auf den letzten Iced Earth Scheibletten immer ne ganze Spur zu weinerlich geklungen hat. Insgesamt zehn Nummern darf man hier mit ihm genießen, die aber wie bereits angedeutet nicht nur von seiner Stimme alleine leben, sondern natürlich auf einem wuchtigen und feurigen Riffgewitter fußen, dass die Boxen der Anlage ordentlich zum Beben bringt. Ich glaube, die Songs verfügen über genug Substanz, dass sie live auch mit einem anderen Sänger, der halbwegs die Töne treffen und halten kann, gut funktionieren dürften.
Fazit: Pyramaze legen nach „Melancholy Beast“ und „Legend of the Bone Carver“ mit ihrem Drittwerk „Immortal“ noch mal einen ordentlichen Dampfhammer nach, der in der Szene für Aufruhr sorgen dürfte. Man darf gespannt sein, ob das Besetzungskarussel weiter ordentlich mit richtig Schwung in Fahrt bleiben wird. 11 Punkte!
Homepage www.pyramaze.com