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Pussycat Dolls: Doll Domination

(Universal)

Autor: schlimm / Wertung: 5,5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Die Pussycat Dolls haben mit „Doll Domination“ nun doch tatsächlich ein neues Album aufgenommen. Dieser Umstand ist insofern bemerkenswert, da sich die Formation doch in erster Linie durch die visuelle Umsetzung ihrer Show definiert. Im Grunde eine logische Konsequenz bei einer Gruppe, die sich aus Tänzerinnen rekrutiert. Gut, Nicole Scherzinger ist noch da und größtenteils für die Vocals zuständig, aber das war es dann auch fast schon.

Letztlich zeigt schon das Cover, welches sich im Innenteil auch zum Poster aufklappen lässt, was die Stunde hier geschlagen hat. Perfektion, Perfektion, Perfektion. Die Bilder und Konturen und Züge der Damen wurden anscheinend so lange per Photoshop bearbeitet, dass sämtliche Makel verschwunden sind – leider somit auch Herz und Seele. Die Musik steht dem in nichts nach – Perfektion ja, leider auch viel zu unterkühlt.

Die knapp 70 Minuten (inklusive Bonustracks) klingen merklich geglättet und die eher dünnen Stimmchen der Damen wurden mittels allerlei Effekten aufgepeppt und geglättet. Natürlich ist eine Nummer wie der Albumopener „When I Grow Up“ zeitgemäß. Der Albumeinstieg erweist sich somit als äußerst tanzbar. „Bottle Pop“ kann Dank des bekifften Beitrags von Snoop Dogg ebenfalls überzeugen. Überhaupt sind die Gaststars hier das Faustpfand um das Album komplett aus der Belanglosigkeit herauszuholen. „Whatcha Think About That“ wird von Missy Elliott unterstützt und die Dame macht sich einfach immer gut! Selbst R. Kelly macht bei der Schnulze „Out Of This Club“ eine gute Figur. Und der Rest? Irgendwie R&B und Pop von der Stange ohne lange Haltwertzeit.

Die Produktion ist natürlich richtig fett und hier tummeln sich auch die üblichen Verdächtigen an den Reglern. Auf der anderen Seite braucht Timbaland mal dringend eine Pause, ist ja mittlerweile nur noch aufgewärmte Soße und die schmeckt bekanntlich nicht so gut wie frische! Viel falsch gemacht wird hier natürlich nicht, moderne Technik lässt natürlich auch die kleinste Unzulänglichkeit verschwinden. Wer also auf perfekte Balladen und Tanznummern aus dem R&B-Bereich abfährt, der ist hier gut aufgehoben. Neben den Songs mit Gastbeiträgen sind übrigens ausgerechnet die Bonustracks „Baby Love“ und „Perhaps, Perhaps, Perhaps“ sehr gelungen. Letzteren hat schon die große Doris Day gekonnt umgesetzt und die Nummer ist einfach nicht kaputt zu kriegen! Die Pussycat Dolls sind einfach eine Formation für die Bühne, da hier deren Stärken liegen!

http://www.pussycatdolls.de

 

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