Nach dem gefeierten Debüt Return In Bloodred legt das multikulturelle Quintett Powerwolf mit Lupus Dei nach und dürfte erneut Fans von Mercyful Fate, Black Sabbath, Dio, Judas Priest und Iron Maiden in Freude taumeln lassen.
Dabei hätte man nach dem starken Debüt sicherlich nicht damit rechnen können, dass der Multi-Metal-Act es nach eingängigen Gassenhauern wie Mr. Sinister oder Kiss of the Cobra King ein weiteres Mal schafft, Hit an Hit zu reihen. Doch schon der erste Song We take it from the living sucht unbeirrt ein schattiges Plätzchen in den Lauschern. Das folgende Prayer in the dark steht dem in nichts nach, wobei sich der Track an die stärksten Mitsingnummern Iron Maidens anlehnt. Der dritte Song Saturday Satan ist zwar Nonsens Pur, aber ebenfalls ein True Metal Gassenhauer. Weitere Knaller hören auf klischeehafte Titel wie Vampires don’t die, In blood we trust und When the moon shines red.
Aufgenommen wurde Lupus Dei angeblich in einer alten Kirche, den finalen Klang besorgte Fredrik Nordström im Studio Fredman. Dies schafft Raum für viel Bombast, zahlreiche Ohhhhoooos und Ahhhaaaas und fiese Orgelklänge. Wobei die Eingängigkeit gleichzeitig auch ein Manko der Platte ist, wird das traditionsbewusste Tralala zum Schluss hin doch etwas ermüdend. Da aber nach knapp einer ¾ Stunde für das Metal Theater aus deutschen Landen eh der Vorhang fällt, ist die Distanz bis zum finalen Lupus Dei nicht zu lang. Treue Metaller dürfen also ohne Bedenken ihr Geld in die Platte stecken.