Gut vier Jahre haben uns Poverty’s No Crime nach ihrem 2003er Album „The Chemical Chaos“ auf einen neuen Longplayer warten lassen, aber Ende August ist es dann doch endlich so weit und „Save My Soul“, das sechste Album der Truppe, wird das Licht der Plattenläden erblicken.
Was sich vom benötigten Zeitraum für die Fertigstellung des Albums im ersten Moment vielleicht eine schwere Zangengeburt erwarten lässt, kommt musikalisch alles andere als sperrig daher. Ungewöhnlich eingängig und trotzdem mit schönen komplexen Passagen kommen die insgesamt zehn Nummern daher und mehr als nur eine Melodie lässt sich innerhalb kürzester Zeit mitsummen. Insgesamt bedienen die Herrschaften einen guten Mix aus straighten Riffs und bombastischen Epik-Elementen, die für reichlich Abwechslung sorgen und das Album damit zu keiner Sekunde langweilig werden lassen. Genau so sollte für mein dafürhalten Prog Metal im Jahre 2007 aussehen: keine reine Gefühlsduselei auf harmonischen Klangteppichen, sondern stets eine wohldosierte, mitschwingende leichte Aggressivität.
Fazit: Die Auszeit seit dem letzten Album mag zwar für manche eschmäcker etwas zu lang gewesen sein, aber wenigstens haben Poverty’s No Crime das Beste daraus gemacht und kommen mit „Save My Soul“ mit reichlich Power und Esprit aus der Pause zurück. 9 Punkte!
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