Inhalt: Ein Notruf von Deputy Nelson verstrickt Jay, Tom und Derek in ein lebensbedrohliches Abenteuer. Sie folgen der Fährte tief in die Wälder. Hier, auf uraltem Indianerland, entkommen die Jungen nur knapp dem Zorn der rastlosen Geister.
Andere aber haben weniger Glück! Als die Tochter des Großgrundbesitzers McLaughlin beinahe skalpiert wird, lebt eine jahrhundertealte Familienfehde wieder auf.
Dann erhebt sich der Wampumvogel und verlangt nach seinem letzten Opfer …
Kritik:Die 20ste Folge der Jugend Serie Point Whitmark legt eindeutige Fährten, aber die Auflösung überrascht dann doch. Außerdem überschreitet man die Grenze zwischen Jugend- und Erwachsenenhörspiel - aber leider nur bei der Darstellung von Gewalt.
Eigentlich ist es nur eine Szene, die hier der Kritik bedarf: Deputy Nelson, festgebunden an einem Baum, skalpiert und blutüberströmt. Dieses Bild gehört sicherlich nicht in ein Hörspiel, dessen Klientel sich auch aus Kindern und Jugendlichen zusammensetzt. Ein rasierter Schädel hätte es auch getan.
Die Handlung ist diesmal erfreulich rasant, es gibt keine Pausen wie z.B. in der 16ten Folge Der steinerne Fluch. Die etwas ruppigen Sprünge zwischen den einzelnen Figuren hat man allerdings beibehalten, so dass man hin und wieder den Faden zu verlieren droht. War Jay in einem Moment noch in der Garage, um sein Fahrrad zu holen, so befindet er sich im nächsten Moment eingebuddelt im Wald. Und in der nächsten Szene befindet er sich schon in einem Flugzeug, welches zuvor noch im Wald abgestürzt war.
Es ist die etwas unkonventionelle Erzählweise, die dem Hörer große Konzentration abverlangt. Auf die tatsächlichen Drahtzieher hinter den Ereignissen wird er aber dennoch nicht kommen, da es der Autor versteht, subtil eine falsche Spur zu legen.
Diese Mischung zusammen mit dem eingespielten Sprecherteam und der wie immer tollen Produktion sorgen für ein kurzweiliges Hörvergnügen. Nettes Package für graue Wintertage.