Musik muss nicht unbedingt handgemacht sein. Gitarre, Bass und Schlagzeug sind nicht die einzigen Werkzeuge um großartige Kunst zu zelebrieren. Nein, mittlerweile kann man durchaus auch den Computer als weiteres Instrument nutzen und nennen. Synthesizers eröffneten aber auch schon ab den späten 60ern völlig neue Klangmöglichkeiten. Elektronische Effekte wurden in der modernen Musikgeschichte immer reichlich eingesetzt, nicht wenige der Pioniere kamen aus Deutschland, man denke dabei nur an die Krautrockwelle.
Plemo And Rampue versuchen sich ebenfalls im weitesten Sinne an elektronischer Musik und scheitern mehr als grandios. Die 80er leben wieder und so verwursteln die beiden in ihren zehn Songversuchen von den Beastie Boys bis hin zu Samantha Fox allerlei Songs aus diesem Jahrzehnt. Das Ergebnis ist alles andere als gelungen. Für einen einzigen Song mag das Experiment sicher noch ganz lustig sein, aber auf Dauer nervt die Scheibe bisweilen doch gehörig. Hektisch und monoton dröhnen die Rhythmen im 80iger Jahre Gewand aus den Boxen. Für eine Party und mit dem entsprechenden Pegel kann man vielleicht, aber auch wirklich nur vielleicht, das ein oder andere Stück ertragen. Das ist für ein komplettes Album aber leider viel zu wenig. Und unter uns, mit der entsprechenden Software kann innerhalb kürzester Zeit selbst der größte Laie ein derartiges Album am heimischen PC zusammenschustern - im Zweifel sogar besser.
Fazit: Freunde der 80er Jahre und der Synthiedisco können in „Love Hate Peace Fuck“ vielleicht ganz zaghaft ein Ohr riskieren. Es sage aber bitte nachher keiner, er wäre vor diesem Album nicht gewarnt worden. Es tut mir leid, aber für meinen Geschmack war das hier nichts, geht nicht mal als Witz durch!
Was ist das denn für ne unqualifizierte Musikhasser-Rezi. Der Name des Redakteurs ist wohl programmatisch zu verstehen. “Schlimm”!
Das ist eine sehr emotionale Scheibe.
Wenn ich sowas schreiben würde, hätte ich Angst.
Wer hat dich denn geärgert?
mfg,
Henning Schmidt
Comment by tritonmann — May 7, 2008 @ 12:16 pm
Ich würde vorschlagen, der Herr Schlimm macht uns einfach mal vor, wie schnell so ein Laie ein solches Album am PC zusammenklicken kann.
Nicht so weit aus dem Fenster lehnen, bitte, der Herr Redakteur ahnt garnicht, was für ein Brocken Frickelarbeit hinter so einer Scheibe steckt. Auf das Endprodukt Ihrer ersten Elektro-Gehversuche, die Sie ja “in kürzester Zeit” und “im Zweifel sogar besser” hinkriegen müssten, bin ich wahnsinnig gespannt.
Comment by .ashitaka — May 14, 2008 @ 4:02 pm
arme sau
Comment by tss — May 14, 2008 @ 7:07 pm