Nachdem die US-Metaller Pharaoh um Ex- Control Denied Sänger Tim Aymar für ihre Werke „After the Fire“ (2003) und „The Longest Night“ (2006) extremst abgefeiert wurden, will das Quartett jetzt mit ihrem dritten Werk „Be Gone“ den Ruhm weiter mehren.
Und das wird ihnen wahrscheinlich durchaus gelingen, wenn man die ersten Reaktionen auf den Longplayer betrachtet, die durch die Bank mächtig positiv ausgefallen sind. Allerdings kann ich diese allseits einsetzende Euphorie nur in Ansätzen nachvollziehen, denn auch wenn man den Jungs sicherlich ein ziemlich solides Album mit netten, treibenden Riffs und guten Hooklines attestieren muss, so schafft es „Be Gone“ insgesamt nicht wirklich, mich so dermaßen vom Hocker zu hauen, dass ich geneigt wäre von einem Hammeralbum zu sprechen. Klar sind die Songs gut gemacht, gehen an der ein oder anderen Stelle gut in die Gehörgänge und präsentieren sich auch im klanglichen Glanze einer recht druckvollen Produktion, aber andererseits ist mir persönlich vieles zu vorhersehbar und wenig mitreißend. Zu oft ergehen sich die Herren in komplexen Passagen anstatt einfach mal gradlinig mit einem wuchtigen Riff ordentlich Arsch zu treten, schade eigentlich, weniger wäre manchmal eben einfach mehr. Zu den Glanzpunkten auf vorliegendem Werk dürfte aber für Fans der Truppe der Titel „Dark New Life“ zählen, an dem sich das Riot – Gitarrenduo Mark Reale und Mike Flyntz exzessiv beteiligen durfte.
Fazit: „Be Gone“ wird Fans der Truppe sicherlich gut schmecken und ich gönne den Jungs von Pharaoh ihren Erfolg von ganzem Herzen, denn man hört der Scheibe zu jedem Zeitpunkt an, dass hier mit voller Leidenschaft und einer ganzen Menge können zu Werke gegangen wird. Aber mir persönlich ist das trotzdem insgesamt etwas zu wenig, um mich mit nicht enden wollender Begeisterung für diese Scheibe zu erfüllen. Na ja, vielleicht muss ich die Platte auch nur noch öfter und intensiver hören, für heute reicht es allerdings ´leider nur für (immer noch recht gute) 8½ Punkte!
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