Inhalt:Seit zehntausend Jahren treibt ein Raumschiff mit 100.000 schlafenden Arkoniden an Bord durch unsere Milchstraße. Die Schläfer erwachen, als der Mausbiber Gucky, Perry Rhodans bester Mutant, an Bord kommt. Im Raumschiff der Ahnen bricht das Chaos aus. Dennoch versucht Perry Rhodan die 100.000 Altarkoniden dafür zu gewinnen, Atlan beim Wiederaufbau des Großen Imperiums von Arkon zu helfen. Doch schon lauern neue Gefahren auf Atlan: Er wird von Perry Rhodans Sohn an die Antis verraten. Einem Anti gelingt es, sich in den Besitz von Atlans Zellaktivator zu setzen. Atlan hat noch sechzig Stunden zu leben. Eine dramatische Jagd nach dem Zellaktivator beginnt. Perry Rhodan kann seine Mutanten dabei nicht einsetzen, denn die Antis blockieren die PSI-Fähigkeiten dieser Spezialistengruppe.
Kritik: Mit dem elften Band ging der Handlungsstrang über die Rasse der Druuf zu Ende und mit dem zwölften Band beginnt eine vollkommen neue Epoche, die durch den Fall des Robotregenten und der Krönung Atlans als Herrscher über das arkonidische Imperium eingeläutet wird.
Und so beginnt Der Anti mit zwei tollen Erzählungen, die wieder richtig Lust auf das Perry Rhodan Universum machen: Zum einen wird über das Schiff der Ahnen berichtet, ein Raumschiff, das sich seit tausend Jahren auf der Reise durch das Universum befindet und bevölkert wird von Arkoniden, die von Robotern kontrolliert werden und nichts als dieses Raumschiff kennen. Dieser Handlungsstrang erinnert ein wenig an SciFi Klassiker wie 1984 oder Brave New World, schildert es doch eine Rasse, die seit ihrer Geburt einen vorbestimmten Weg gehen und dabei von der Obrigkeit kontrolliert werden. „Selbstbestimmung“ existiert im Wortschatz dieser Arkoniden nicht. Als es schließlich zur Revolte kommt, ist es Gucky, der den Arkoniden beisteht.
Die zweite Geschichte greift erneut das Volk der Barkoniden auf, einer Rasse, die vom Unsterblichen ES besonders geliebt wird und nun verschollen zu sein scheint. Rhodan bekommt von ES den Auftrag, das Schicksal der Barkoniden zu klären. Zusammen mit zwei seiner fähigsten Mutanten verlässt Rhodan das uns bekannte Universum und findet sich in einem All ohne Sterne wieder. Dort trifft er auf eine neue Spezies, die vollkommen unsichtbar, dafür aber sehr gefährlich ist. Diese Geschichte glänzt vor Allem durch die Beschreibung der Unendlichkeit und der Schwärze in einem Universum ohne Sterne. Leider merkt man der Erzählung aber auch an, dass sie ursprünglich im Format eines Groschenromans vorlag und gerade dann ein Ende findet, wenn es wirklich interessant wird.
Die weiteren Handlungsstränge sind nicht weniger spannend. Nachdem Atlan der Zellaktivator gestohlen wurde, bleiben zwei Tage, um die Diebe zu fangen, bevor Atlan als Greis stirbt. Anschließend muss Gucky miterleben, wie sein Heimatplanet Tramp vernichtet wird. Und zum Schluss des zwölften Silberbandes lassen die Autoren eine Figur sterben, die seit Beginn der Serie zum Inventar gehörte.
Neben dem spannenden Inhalt bietet Erzähler Josef Tratnik die gewohnte Leistung. Der Anti ist damit 10.5 Punkte wert.