Rezensionen > Musik

Nigel Kennedy: Violinkonzerte von Beethoven & Mozart Tipp!

(EMI Classic / EMI)

Autor: Katze / Wertung: 11.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Nigel Kennedy: Violinkonzerte von Beethoven & MozartNigel Kennedy wird seit mehr als zwanzig Jahren als einer der weltweit führenden Geigenvirtuosen und er begeistert die Massen nicht nur auf seinen Konzerten, sondern setzt auch im Bereich Tonträger wahre Massen ab. So viele, dass er mit seiner Einspielung von Vivaldi’s „Vier Jahreszeiten“ sogar Einzug ins Guiness Buch der Weltrekorde schaffte, weil dieses mit mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren das meistverkaufte Klassikalbum ist. Ein Verkaufsrekord der wahrscheinlich vor allem darin gründet, dass den „Vier Jahreszeiten“ einen enormen Massenkompatibilitätsbonus innewohnt, denn selbst ganz harte Klassikmuffel dürften, wenn sie überhaupt eine Platte dieses Genres besitzen, dann auch fast alle ihren Vivaldi im Schrank stehen haben.

Sei es wie es ist, kommen wir zurück zur aktuellen Platte Nigel Kennedy’s. Kenner des Künstlers werden es sicher bereits am Titel bemerkt haben, der Herr spielt Mozart. Das mag jetzt eigentlich nicht so ungewöhnlich erscheinen, stünde da nicht die Aussage Kennedy’s im Raume, er habe bislang keinen Grund gesehen, sich mit Mozart zu beschäftigen. Dieses Verhältnis zu dem Komponisten scheint sich aber inzwischen relativiert zu haben, denn auf dem aktuellen Album widmet er sich mit gewohnter Hingabe Mozart’s „Violin Concerto No.4“ in D-Dur KV 218. Die Einleitung des Albums bildet allerdings erst einmal Beethoven’s „Violin Concerto“, das er 1992 das erste Mal aufführte, die Aufnahme aber heute „zu romantisch“ und „zu langsam“ findet. Bei seiner Neueinspielung dieses Konzertes und auch der anderen Stücke dieses Albums wird er vom polnischen Kammerorchester unterstützt. Weitere tatkräftige Unterstützung gibt es dann bei Mozart und auch beim dritten Block dieser CD – Horace Silver’s „Creeping In“ – durch den Jazz-Bassisten Michal Baranski.

Fazit: Nigel Kennedy muss man einfach als begnadeten Musiker bezeichnen, denn er schafft es zum Einen, die großen Stücke der Klassik- und Jazz-Geschichte technisch sauber darzubieten, aber sich zum Anderen nicht alleine auf das Nachspielen zu beschränken, sondern der Musik immer noch seinen ganz eigenen Klang und Stempel einzubrennen. Ein tolles Werk für alle Freunde schöner Violinkonzerte. 11 Punkte!

Homepage Nigel Kennedy

No Comments »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

Weitere Artikel des Autors

Aktuelle News

Aktuelle Artikel

Navigation


© Dirk Janßen, Webdesign, Webanwendungen & Content Management Systeme.

Sound Base Online Magazin Powered by WordPress - Inhaltsverzeichnis