"Auweia, auweia, der Hahn legt keine Eier…" Wer in den 1970ern geboren wurde, dürfte sich noch gut an den Anfang der Kinderserie Neues aus Uhlenbusch erinnern, Geschichten mit Briefträger Onkel Heini, Oma Piepenbrink und Tante Appelboom, die alle in dem fiktiven norddeutschen Ort Uhlenbusch spielen und sich vor allem um die Konflikte drehen, die die Kleinsten zu bewältigen haben.
30 Jahre später werden nun die gesammelten Episoden in einer DVD Box veröffentlich - und tatsächlich funktioniert Uhlenbusch auch heute noch. Die Kinder von einst können sich noch an den kleinen Heiner erinnern, der immer nur Schmiere stehen muss, aber bei den Großen nicht mitspielen darf. Oder an Werner, der ungerecht von seinem Vater geohrfeigt wird und von zuhause wegläuft. Und mein eigener Rotz, gerade einmal zwei Jahre alt, erfreut sich schon an der Episode Ein Tier ist ein Tier, in der Micki das Schwein Joli, einen Kümmerling, mit der Flache groß zieht und sich anschließend zwischen Schwein und neuem Fahrrad entscheiden muss.
Jeder der Episoden dreht sich um einen zentralen Konflikt, der in die Kinderwelt einbricht. Armut, Neid, Alkoholismus, Ungerechtigkeit, Gewalt sind nur einige von zahlreichen Themen, die auch heute in ähnlicher Form eine Rolle in der kindlichen Welt spielen. Und diese Konflikte werden in Uhlenbusch gelöst - mal mehr, mal weniger konventionell. Aber immer so, dass sich sowohl Kinder als auch Erwachsene gut unterhalten fühlen. Zu Recht ein Klassiker…