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Brian Lumley: Necroscope - Das Dämonentor (6)

(LPL Records)

Autor: DJ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Necroscope Das Dämentor LPL RecordsInhalt: Eine abgelegene Felslandschaft mitten im Uralgebirge beherbergt eine russische Forschungsstation, die argwöhnisch von westlichen Agenten beobachtet wird, denn hier hat sich nach einer gewaltigen unterirdischen Katastrophe ein geheimnisvolles Tor geöffnet. Und bald schon wird klar, wer hinter diesem Tor lauert: Vampire! Die Gefahr beginnt erneut …

Kritik: Nach dem kleinen Finale zum Schluss des fünften Teils, beginnt mit der sechsten Folge ein neuer Handlungsstrang. Im Mittelpunkt steht die Gefangennahme des britischen Agenten Michael Simmons bei der Spionage der Forschungsstation im Uralgebirge. Als Gefangener der Sowjets wird er Zeuge, wie Wamphyri über ein unterirdisches Tor die diesseitige Welt betreten. Nachdem die Sowjets eine dieser Kreaturen gefangen genommen haben, kommt es bei ihrer Überwachung zu einem folgenschweren Zwischenfall.
Gleichzeitig versuchen die Briten acht Jahre nach Harry Keoghs Rückzug aus dem E-Dezernat diesen wieder für eine aktive Mitarbeit zu gewinnen. Er soll ihnen helfen, den verschwundenen Agenten Simmons wieder zu finden.

Das sechste Buch hat man für die Lesung auf vier CDs zusammengestrichen. Dennoch bleiben immer noch zahlreiche Längen. Brian Lumleys Erzählung hat einfach zu wenig Inhalt, den er unnötig durch lange Dialoge aufbläht. Als Hörer wünscht man sich einen wesentlich rasanteren Handlungsablauf, möchte man doch schneller die Geheimnisse gelüftet sehen. Denn trotz der Längen ist der Mix aus Spionage-Thriller, Grusel und SciFi äußerst spannend und unterhaltsam.

Bei der Umsetzung der Erzählung hätte man sich auch etwas mehr Konsequenz gewünscht. Setzt man anfangs noch zaghaft Geräusche zur Untermalung ein, so verwirft man dies auch schnell wieder. Die Längen in der Lesung hätte man dadurch mildern können. Eine gute Idee ist allerdings der Cliffhanger zum Schluss. Wenn man diesen Schritt geht, sollte man auch vor jedem Hörbuch einen Prolog einbauen, in dem noch einmal die bisherigen Ereignisse eine Rekapitulation erfahren.

Als Konstante darf inzwischen Sprecher Lutz Riedel angesehen werden, der seit dem dritten Band die Necroscope-Bücher vorliest. Seine markante Stimme prägt die Reihe.

Trotz der kleinen Mängel bleibt Necroscope gern gehört. Und eine gute Nachricht gibt es noch zum Schluss: Die Reihe wird dieses Jahr noch mit Band 7 Blutlust fortgeführt.

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