Ob es eine gute Idee ist ein Album nach der anvisierten Musikbeschreibung zu benennen sei einmal dahingestellt, doch lassen die Österreicher Mosfet mit eben diesem Umstand keine Fragen offen und spielen mit offenen Karten. Sich auf Rock´n´Roll zu berufen ist seit Entombed keine Schande mehr und in der jüngeren Vergangenheit haben sich einige der Bands die sich auf Ursprünge der Rockmusik berufen und trotzdem im härteren Spektrum anzusiedeln sind als absolute Verkaufsschlager entpuppt. Doch dieses Schicksal wird Mosfet definitiv erspart bleiben, denn die Jungs sind einfach zu hart, zu schnell und zu aggressiv um das Mainstreampublikum zu erfreuen.
Das sich die Wurzeln von Mosfet im Thrash befinden wird direkt nach dem etwas befremdlich wirkenden Intro (warum auf Mofa Fahrer geschossen wird entzieht sich meiner Kenntnis) bewusst, denn mit “Thrash Assassination” wird alles nieder geknüppelt, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Mosfet ist nicht entgangen, dass auch Thrash eine recht gefächerte Musikrichtung ist und so bedienen sie sich aus dem gesamten Spektrum dieses Stiles. Mal klingen klar europäische Stilelemente durch, dann wieder klassisch amerikanische Schule (und zwar von Overkill, über die Bay Area, bis zu Slayer) und auch von moderneren, mehr grooveorientierten Parts schrecken die Herren nicht zurück. Als absoluten Vorteil der Band muss man sagen, dass sie alles sind nur nicht Retro, also dem derzeit vorherrschenden Hype um eben solche Bands, egal welcher Musikrichtung, den Stinkefinger zeigen.
Also alles eitel Sonnenschein im Hause Mosfet könnte man denken, doch leider gibt es auch immer etwas zu bekritteln und das wäre in diesem Falle die Tatsache, dass “Deathlike Thrash´n´Roll” bereits nach wenigen Durchläufen nicht mehr wirklich überraschen kann. Man gewöhnt sich zu schnell an die Ideen der Band und wendet sich zu schnell anderen Dingen zu. Ich möchte nicht sagen, dass es sich bei dem Album um Fastfood handelt, aber der Vergleich ist trotzdem recht passend. Es schmeckt, macht Freude und man nimmt es immer mal wieder gerne zu sich, aber für den täglichen Ge/Verbrauch ist das Album, wie auch die Nahrung, leider ungeeignet. Trotzdem haben sich Mosfet in meinen Fokus gespielt und ich werde den Werdegang der Band ein wenig genauer beäugen, was auch Fans von Truppen wie One Man Army oder anderer groovender Thrashbands unbedingt machen und sich nicht von den manchmal ein wenig infantilen Songtiteln abschrecken lassen sollten.
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