Nach “Echoes of a Nightmare” steht die schwedische Formation Moonlight Agony nun mit Album Nummero Zwo in den Startlöchern, um den guten Eindruck des ersten Albums zu bestätigen und auch die Fanbase zu stärken. Und das sollte ihnen auch gelingen Können, so zumindest ist mein erster Eindruck.
Das Zweitgeborene hört auf den schönen Namen „Silent Waters“ und ist dabei keinesfalls sonderlich still und schon gar nicht wässrig (man möge mir dieses Wortspiel verzeihen). Vielmehr präsentieren die Herren auch dieses Mal wieder einige bisweilen mächtig fixe Nummern, die gut ins Ohr gehen und sich dort auch fest zu krallen verstehen. Stilistisch bewegt man sich dabei im gefälligen Prog Metal Bereich und macht dabei vom Songwriting her keinen großen Hehl daraus, dass Bands wie beispielsweise Dream Theater, Evergrey und Symphony X zu den bevorzuten Einflüssen zählen. Gerade letztgenannte klingen im Songwriting des Sextetts sehr deutlich durch, was vor allem an der Stimmlage des Sängers David Akesson liegt, die klanglich schon sehr der eines gewissen Russel Allen ähnelt. Allerdings sollte man Moonlight Agony nun keinesfalls leichtfertig als Symphony X Klon abtun, denn die Schweden beweisen in ihrem Songwriting doch eine gehörige Portion Eigenständigkeit und verstehen es, den zehn Songs des aktuellen Longplayers ihre eigenen Trademarks aufzusetzen.
Fazit: Wer sich stilistisch im Bermuda-Dreieck der vorgenannten Referenzen wohl fühlt, der hat auch gute Chancen, zu „Silent Waters“ schnell einen Zugang zu finden, und wird wahrscheinlich dann auch recht schnell Moonlight Agony in sein prog – metallisches Herz schließen können. 8½ Punkte!
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