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Moneybrother: Mount Pleasure

(Sony BMG)

Autor: schlimm / Wertung: 8 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Moneybrother Mount Pleasure rEVIEWZwei Jahre sind sei dem letzten Album des Schweden Anders Wendin nun schon ins Land gegangen. Zwei Jahre, wo „To Die Alone“ immer wieder ein treuer Begleiter war. Zwei Jahre, die aber auch die Vorfreude auf neue musikalische Großtaten von Moneybrother, wie sich Wendin mit Künstlernamen nennt, geschürt haben. Nun endlich liegt „Mount Pleasure“ vor einem. Ging es beim Vorgänger noch mehr um Liebe und Verlust, so hat der gute Mann nun das Partytier in sich entdeckt.

„Guess Who´s Gonna Get Some Tonight“ geht dann auch direkt in die Vollen. Das Piano klimpert zu treibenden Gitarren und wenn man es nicht besser wüsste, dann ginge der Track auch als Bruce Springsteen Nummer durch. Locker und leicht swingt sich Wendin dann durch „Down At The R“ und verbeugt sich mit dem Refrain wohl vor den Beach Boys. So viel Schmackes hätte man Moneybrother fast nicht zugetraut. Mit „It Will Not Happen Here“ gibt es dann erstmals ruhigere Töne zu vernehmen, im gehauchten Refrain erinnert er irgendwo an eine Mischung aus Springsteen und Chris Isaac. Nette Nummer, aber auch nicht mehr. Beim anschließenden Duett „It Might As Well Be Now“ hat wohl Nick Cave Pate gestanden. Schönes, vom Piano getragenes Ding. Aber keine Angst, es wird jetzt nicht zu rührselig, bei „Any Other Heart“ regiert wieder der Spaß und das, gezügelte zwar, Rocktier wird wieder von der Leine gelassen.

Auch die erste Single „Just Another Summer“ verbreitet gute Laune und dreht mächtig am Spaßrad. „Will There Be Music“ groovt sich schön aus den Boxen. Auch wenn die Nummer eher im Midtempobereich anzusiedeln ist, eignet sie sich doch hervorragend für die Vorbereitungen auf einen Tanzabend. „It is Time For Falling Apart“ ist zwar ganz nett, könnte aber im Grunde auch auf einer Mel C Platte sein – netter Pop halt, muss ja auch nicht das Schlechteste sein. „No Damn, I Don´t Love You“ tritt dann noch mal auf die Bremse und kommt als Mischung zwischen Rock, Soul und Gospel daher bevor es mit „I Know It Ain´t Right“ fröhlich, aber gemächlich auf die Zielgerade geht. Der Bonus-Track „Magic Moments“ entstand auf der gemeinsamen Tour mit „Wir Sind Helden“. Was lag da also näher, als Judith Holofernes von den Helden zu fragen, ob sie nicht Lust auf ein Duett hätte? Hatte sie und so tönt der Song tatsächlich ein bisschen heldenmäßig aus den Boxen.

Fazit: Auch mit „Mount Pleasure“ ist Moneybrother wieder ein ganz nettes Album gelungen. Fröhlich und melodisch kommen die elf Songs daher. Wer Bruce Springsteen mag, der sollte die Platte auf jeden Fall mal antesten. Dies dürfte auch gleichzeitig das Problem sein, warum Moneybrother hören, wenn man sich ebenso das Original geben kann? Obwohl da ist Platz genug für beide und ein guter Song bleibt ein guter Song und ein gutes Album bleibt ein gutes Album!

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